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Sport-Welt Scorpions gewinnen nach 1:5-Rückstand
Sport Sport-Welt Scorpions gewinnen nach 1:5-Rückstand
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09:39 02.12.2009
Wieder einer der besten: Scorpions-Goalie Levente Szuper.
Wieder einer der besten: Scorpions-Goalie Levente Szuper. Quelle: Ulrich zur Nieden (Archiv)
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So hatte sich Travis Scott sein Debüt im Trikot der Hannover Scorpions mit Sicherheit nicht vorgestellt. Gerade einmal 20 Minuten lang stand der Neuzugang am Dienstag im Auswärtsspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bei den Kölner Haie zwischen den Pfosten, dann musste er Levente Szuper Platz machen. Sieben Schüsse hatte Scott bis zu diesem Zeitpunkt auf sein Tor bekommen, gleich vier davon landeten im Netz. Doch dem 1:4-Rückstand nach dem Eröffnungsdrittel ließen die Scorpions im Schlussabschnitt eine beeindruckende Aufholjagd folgen. Binnen zehn Minuten machten sie aus einem 1:5 ein 5:5 und gewannen letztlich sogar noch mit 6:5 (1:4, 0:1, 4:0, 1:0) nach Verlängerung.

Ein großer Vorwurf an der frühen Gegentorflut war Scott bei seinem ersten Einsatz ausgerechnet an alter Wirkungsstätte aber nicht zu machen. „Man hat ihm schon angesehen, dass ihm noch Spielpraxis fehlt“, sagte Geschäftsführer Marco Stichnoth. „Aber das wussten wir vorher.“ Lediglich beim zweiten Gegentreffer, bei dem der 18-jährige Marcel Ohmann ihn aus dem Gewühl heraus mit einem Schuss durch die Beine überwand, sah der Kanadier nicht sonderlich gut aus.

Allerdings galt das auch für seine Vorderleute. Die Hannoveraner, die auf der Hinfahrt im Stau gestanden hatten und erst 75 Minuten vor Spielbeginn in Köln eintrafen, leisteten sich bei eigenem Überzahlspiel gleich mehrfach eklatante Scheibenverluste. So beim Treffer zum 1:4 durch Haie-Torjäger Ivan Ciernik, der nach einem Fehler von Adam Mitchell in Unterzahl völlig frei auf Scott zulaufen konnte. Und auch dem fünften Kölner Tor war ein Scheibenverlust von Mitchell in Überzahl vorausgegangen.

Doch in der Schlussphase kamen die Scorpions noch einmal zurück. Und das trotz der Tatsache, dass ihr Topverteidiger Sascha Goc mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Gefeierter Spieler war neben dem starken Scott-Ersatz Levente Szuper letztlich Chris Herperger, der zunächst 32 Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielte und in der Verlängerung mit seinem dritten Treffer des Abends auch noch den Zusatzpunkt sicherte.

Tore: 1:0 (2:47) Brandl (Julien, Ohmann), 2:0 (9:00) Ohmann (Brandl bei 6–5), 2:1 (12:41) Herperger (Mitchell, Hlinka bei 5–4), 3:1 (15:52) Frosch (Julien, Jaspers), 4:1 (17:07) Ciernik (Jaspers bei 4–5), 5:1 (27:35) Marcel Müller (Jaspers bei 5–4), 5;2 (49:03) Kathan (Vikingstad bei 5–4), 5:3 (51:06) Cottreau (Mondt, Vikingstad), 5:4 (54:43) Mitchell (Köppchen), 5:5 (59:28) Herperger (Brimanis, Vikingstad bei 6–5), 6:5 (64:33) Herperger (Mitchell, Brimanis)

Zuschauer: 9081

Strafminuten: Köln 10, Hannover 6

Beste Hannoveraner: Chris Herperger, Tore Vikingstad und Levente Szuper

Nächstes Spiel: Adler Mannheim – Hannover Scorpions (Donnerstag, 19.30 Uhr).

bj/wn