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Sport-Welt Schwimmer so stark wie seit Jahren nicht mehr
Sport Sport-Welt Schwimmer so stark wie seit Jahren nicht mehr
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09:28 28.05.2012
Allein Paul Biedermann gewann bei der Schwimm-WM dreimal Gold für Deutschland. Quelle: dpa
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Debrecen

Dreimal Gold für Britta Steffen, dreimal Gold für Paul Biedermann - die deutschen Schwimmer haben in Debrecen Hoffnung auf olympisches Edelmetall gemacht. „Ohne in Euphorie zu verfallen, das war eine EM, die dem Teambuilding mit Blick auf Olympia gut getan hat“, sagte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. Mit acht Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen war Deutschland hinter Gastgeber Ungarn (9-10-7) zweiterfolgreichste Nation. Besser war der DSV zuletzt 2002 mit zehn Siegen in Berlin. Dort findet im August 2014 die nächste EM statt.

Da viele europäische Konkurrenten fehlten, ist die wahre Aussagekraft der Ergebnisse aber sehr gering. Bestätigung für den Olympia-Fahrplan von Deutschlands Schwimm-Assen Steffen und Biedermann waren die Resultate aber allemal. „Ich bin auf jeden Fall total motiviert und glaube wirklich, dass ich wieder das Niveau habe, vorne mitzuschwimmen. Und das ist schön. Ich bin genau im Plan“, sagte Doppel-Olympiasiegerin Steffen. Sie gewann Gold über 50 Meter Freistil sowie mit der Lagen- und Freistil-Staffel, dazu gab es Silber über die 100 Meter Freistil.

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Biedermann heimste die Titel über 200 und 400 Meter Freistil ein, am Abschlusswochenende gab es noch den Sieg mit der Staffel über 4 x 200 Meter Freistil. „Ich bin zuversichtlich, dass ich mich noch steigern kann. Aber Richtung Olympische Spiele in einem Finale muss da noch viel passieren. Da muss ich mindestens auf 200 Kraul noch zwei Sekunden schneller sein“, sagte der Weltrekordler und warnte vor voreiligen Schlüssen.

Wie auch bei den Sommerspielen in Peking wird der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) etwa zwei Dutzend Beckenschwimmer zu Olympia schicken. Dort setzt der DSV auf Biedermann und Steffen - und auf die Staffeln.

Einen Tag nach dem Sieg der Männer-Staffel über 4 x 200 Meter Freistil mit Biedermann, Dimitri Colupaev, Clemens Rapp und Tim Wallburger präsentierten sich am Sonntag auch die beiden Lagen-Quartette gut in Form. Jenny Mensing, Sarah Poewe, Alexandra Wenk und Steffen gewannen am Schlusstag in EM-Bestzeit von 3:58,43 Minuten klar vor Italien Gold. Helge Meeuw, Christian vom Lehn, Steffen Deibler und Marco Di Carli mussten sich im Lagen-Finale in 3:34,41 Minuten nur den Italienern (3:32,80) geschlagen geben.

Nach Olympia will der DSV auch einen neuen Cheftrainer installieren. Für Diagnose-Bundestrainer Markus Buck hat dieses Amt zur Zeit keinen Reiz. „Da habe ich jetzt keine Ambitionen drauf“, sagte Buck. „Ich wäre froh, die Aufgaben auch wieder abgeben zu können an denjenigen, der dann Cheftrainer wird. Das ist schon eine enorme Belastung, die zwei Stellen ordentlich zu erfüllen.“

dpa/sag

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