Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Sport-Welt SC Langenhagen-Volleyballer müssen sich "ans Verlieren gewöhnen"
Sport Sport-Welt SC Langenhagen-Volleyballer müssen sich "ans Verlieren gewöhnen"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:33 12.09.2009
Am heutigen Sonnabend beginnt für die Volleyballerinnen des SC Langenhagen das Abenteuer 2. Liga.
Am heutigen Sonnabend beginnt für die Volleyballerinnen des SC Langenhagen das Abenteuer 2. Liga. Quelle: Tim Schaarschmidt (Archiv)
Anzeige

„Wir haben uns den Aufstieg hart erarbeitet und gehören folglich auch dahin“, so der Coach, der vor seinem Engagement beim SCL schon in Bad Soden Bundesligaerfahrung auf der Bank gesammelt hatte: „Wir haben uns gut verstärkt und wollen uns als Team jetzt einfach weiter entwickeln.

An Punkten oder einem Tabellenplatz will ich unseren Erfolg gar nicht fest machen, auch wenn am Ende natürlich möglichst der Klassenerhalt stehen soll.“ 13 Spielerinnen hat Plathner im Kader, darunter mit Julia und Angela Gruber, Josephine Steckler und Spielmacherin Irina Gerlinger gleich vier einstige Stützen des großen Lokalrivalen GfL Hannover. „Finanziell können wir mit den anderen Clubs der Liga wie Leverkusen, Münster, Hamburg oder Emlichheim, die teilweise mit Halbprofis unterwegs sind, nicht mithalten“, weiß der Langenhagener Macher, der folglich bei seiner Mannschaft andere Schwerpunkte setzen muss: „Wir müssen über den Teamgeist, die mannschaftliche Geschlossenheit und den gesunden, ehrlichen Kampf kommen. Wir wollen Gas geben und uns am Ende der Saison nichts vorzuwerfen haben; dann werden wir am Ende auch das ernten, was wir verdient haben.“

Einer vollen Rückendeckung können sich die Volleyballerinen dabei seitens des Gesamtvereins-Vorstandes gewiss sein. Plathner und seine Mitstreiterinnen haben nach dem späten Aufstieg nach dem Verzicht des Regionalligameisters Eiche Horn Bremen für alle Wünsche ein offenes Ohr gefunden. „Das ist sehr professionell gelaufen“, so der Trainer und Manager in Personalunion: „Beim SCL hat man großes Verständnis für den Spitzensport und schnell auch die dazu gehörigen Notwendigkeiten erkannt.“

Jetzt allerdings ist das Team gefragt, die Euphorie weiter zu schüren. Auch, wenn es zuerst gegen die vermeintlichen Spitzenteams der 2. Liga geht, so hofft man durchaus darauf, auf noch nicht eingespielte Gegner zu treffen und als Aufsteiger vielleicht auch ein wenig unterschätzt zu werden. Die Vorbereitung jedenfalls lief nahezu optimal. Am letzten Wochenende gelang gegen hochkarätige Konkurrenz aus der Regionalliga und der 2. Bundesliga ein Turniersieg in Bad Soden. „Aber“, weiß auch Plathner: „Dafür können wir uns am Ende nichts kaufen. Fakt ist, dass wir uns nach den erfolgreichen letzten Jahren wieder ans Verlieren gewöhnen müssen.“

Das erste Heimspiel des SCL in der 2. Bundesliga steigt am 19. September in der Langenhagener Leibnizhalle. Gegner ist dann mit dem TSV Rudow Berlin gleich ein Titel- und Aufstiegsaspirant.

von Michael Kramer