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Sport-Welt Rüpel-Boxer Chisora provoziert erneut
Sport Sport-Welt Rüpel-Boxer Chisora provoziert erneut
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11:09 06.05.2016
Im Februar 2012 sorgte Dereck Chisora vor dem WM-Kampf gegen Vitali Klitschko für einen Eklat. Quelle: dpa/Archiv
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Hamburg

Wenn Marktgeschrei Gradmesser für Qualität ist, wird die Box-Europameisterschaft zwischen Kubrat Pulew und Dereck Chisora ein Riesenkampf. Beide hauen vor dem Schwergewichts-Duell am Samstag in Hamburg (22.50 Uhr/Sat.1) gewaltig auf den Tisch. "Der kann nichts. Er hat nur Flaschen geboxt", geifert Chisora und hat für seinen Rivalen nur Verachtung übrig: "Langweiler, osteuropäischer Roboter."

Es geht um eine neue WM-Chance

Der Bulgare Pulew, eigentlich ein sachlicher Typ, faucht zurück: "Ich fresse dich am Samstag auf!" Beide waren bereits Europameister, beide haben um WM-Gürtel gekämpft. Wer gewinnt, erhält erneut eine WM-Chance. "Das ist die wohl seit Jahren beste Schwergewichts-EM", sagt Promoter Kalle Sauerland, bei dem beide Boxer unter Vertrag stehen.

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30 Profikämpfe hat der Brite Chisora bestritten, 25 gewonnen. Auf 23 Ringauftritte und 22 Siege bringt es Pulew. Der 35-Jährige, in seiner Heimat ein Volksheld, weiß um den Klamauk vor einem Kampf. "Ich bin ein vernünftiger Typ, aber wir Boxer sind auch wenig verrückt", gesteht er.

Chisora pflegt sein Image als Bad Boy. Ohrfeigen gegen Rivalen wie Vitali Klitschko oder Robert Helenius vor dem Kampf, die Spuckattacke gegen Wladimir Klitschko oder eine Prügelei mit Landsmann und Ex-Weltmeister David Haye bei einer Pressekonferenz sind Bestandteil seiner Psycho-Strategie.

In seiner Heimat ist der 32 Jahre alte Diplomatensohn, der in Hamburg mal eben einen Maßanzug für 5000 Euro schneidern ließ, nicht beliebt. Ob es an der großen Klappe liegt, die manchmal zur Kodderschnauze gerät, lässt sich nur vermuten.

dpa

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Carsten Schmidt 04.05.2016
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