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Sport-Welt Rappelvolle Silvesterrunde am Maschsee in Hannover
Sport Sport-Welt Rappelvolle Silvesterrunde am Maschsee in Hannover
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22:23 01.01.2013
Von Norbert Fettback
„Leistungsorientierte und Spaßläufer finden hier offenbar das, was sie suchen“: Am Nordufer des Maschsees ging es los zum letzten Lauf des Jahres 2012. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Eva Lutz hatte ganz offensichtlich ihren Spaß. Die frühere Radsportlerin mit WM-Erfahrung vollführte bei der Siegerehrung einen Freudensprung, als hätte sie gerade eine Giro-Etappe gewonnen. Dabei braucht die 33-Jährige nicht unbedingt ein Rennrad, um zu siegen. Lutz kann auch schnell laufen, das zeigte sie auf der rappelvollen Silvesterrunde um den Maschsee, die sie nach 22:01 Minuten als beste Frau beendete. Wie groß ihr Ehrgeiz auch nach dem Karriereende immer noch ist, machte auf dem Podest dieser Satz deutlich: „Ich bin den Lauf zu schnell angegangen und am Ende eingegangen.“ Ihn darf man gerne mit einem Augenzwinkern lesen: Mit Vorjahressiegerin Katrin Friedrich (22:13) und deren neuer 96-Teamgefährtin Lena Kaderhandt (22:17) ließ Lutz starke Konkurrentinnen hinter sich.

Doch der Sieg war nicht alles, was am letzten Tag des Jahres am Maschsee zählte. Das galt für Eva Lutz ebenso wie für Philip Champignon vom TSV Kirchdorf, der in 17:38 Minuten so schnell unterwegs war wie niemand zuvor beim hannoverschen Silvesterlauf und der vor Gerd Wolzen (17:49) und René Menzel (18:23) ins Ziel lief. Einer wie Oliver Wist etwa hätte gut und gerne mit Lutz und Co. mithalten können, der 43-jährige Neuhannoveraner brauchte für die 5,8 Kilometer aber annähernd doppelt so lange – und war trotzdem vollauf zufrieden. Zusammen mit zehn Läufern einer Internet-Community unterstützte er seine Freundin Katharina Langer bei ihrem ersten Silvesterlauf. Nach knapp 45 Minuten war die Gruppe im Ziel – und die junge Frau, die das Laufen gerade für sich entdeckt hat, mittendrin. „Toll, dass mich so viele begleitet haben“, sagte die 34-Jährige.

Sie musste das an diesem Nachmittag nicht allein auf ihren Freundeskreis beziehen. In der letzten halben Stunde, ehe sich das große Feld am Nordufer in Bewegung setzte, hatten 30 Kurzentschlossene dafür gesorgt, dass nicht eine einzige der insgesamt 3000 Startnummern mehr verfügbar war. „Der Zuspruch für den Silvesterlauf ist ungebrochen hoch. Leistungsorientierte und Spaßläufer finden hier offenbar das, was sie suchen“, sagte Organisatorin Stefanie Eichel. Dass bis auf den zeitweise böigen Wind nahezu ideale äußere Bedingungen herrschten, war den Sportlern nur recht.

Wer genau hinsah, der konnte auch manch bekanntes Gesicht entdecken. Zum Beispiel das von Ursula von der Leyen. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales gab nicht nur den Startschuss für den Kinderlauf, sie mischte sich wenig später auch unter die große Schar derjenigen, die den Maschsee umrundeten. Rund 35 Minuten benötigte von der Leyen dafür, eine respektable Zeit für eine solch viel beschäftigte Frau. Mit Stephan Weil war auch Hannovers Oberbürgermeister mit von der Partie und nach 28:56 Minuten im Ziel; seine Startnummer 2013 war ein nicht zu übersehender Hinweis auf bevorstehende politische Entscheidungen. Zur Sportprominenz, die den Maschsee umrundete, zählten der frühere Radprofi Grischa Niermann (20:34 Minuten) und die Ruderin Elke Hipler (23:20).

Eine andere erfolgreiche Sportlerin, die den hannoverschen Silvesterlauf auch schon gewonnen hat, schaute nur zu. Ulrike Wendt, vielen besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Dreißig–acker, feuerte diesmal ihre Freundinnen von Hannover 96 an. Die Ärztin hat eine Laufpause eingelegt, und das aus gutem Grund: Im Juli erwartet sie ihr erstes Kind. Eine schöne Neuigkeit am letzten Tag des alten Jahres.

Deutschlands beste Tennisspieler hatten rund um Silvester nicht viel Zeit zum Feiern. Siege am letzten Tag des alten Jahres und am ersten Tag des neuen sorgten zum Saisonbeginn trotzdem für gute Laune. Eine riesige Überraschung verpasste Außenseiter Dustin Brown.

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