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Sport-Welt Raphael gewinnt Wasserstadt-Triathlon
Sport Sport-Welt Raphael gewinnt Wasserstadt-Triathlon
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11:05 08.06.2009
Von Carsten Schmidt
Zum Auftakt ging es ins kalte Wasser. Quelle: Foto: zur Nieden

„Das war viel, viel besser als im vergangenen Jahr“, sagte der 29-jährige Hannoveraner am Sonntag nach dem Wettbewerb, der bei der 3. Auflage der Veranstaltung in Hannovers Westen zum dritten Mal auf der Mitteldistanz (2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) den 1. Platz belegt hatte.

Raphael freute sich vor allem über seine Gesamtzeit von 3:52:48 Stunden, die deutlich schneller als die früheren Siegerleistungen war. „Ich hatte auf dem Rad richtig viel Druck“, sagte der Lokalmatador, der sich nun gerüstet sieht für die Herausforderung bei den Ironman-Wettkämpfen in Frankfurt Anfang Juli und auf Hawaii im Oktober. „In Frankfurt starten 20 Profis, davon 18, die zur erweiterten Weltklasse gehören. Das wird ein hartes Stück Arbeit für mich“, sagte der Hannoveraner, der am Sonntag noch einen zweiten Sieg feiern durfte. Seine Freundin Rebekka Eßmüller siegte in der Frauenwertung auf der Mitteldistanz und bot mit 4:25:37 Stunden ebenfalls eine starke Leistung, zumal sie „den Sport nicht als Profi betreibt“ (Raphael). Vielmehr stehen bei der Hannoveranerin das Studium (Spanisch und Englisch) – dort hat sie gerade ihren Abschluss erworben – und die Suche nach einer Arbeitsstelle im Vordergrund.

Einen Teil der guten Leistung schrieb Raphael auch der neuen Streckenführung zu. „Sie gefällt mir besser als die alte, auch die Verlegung der Wechselzone auf den TSV-Sportplatz hat sich positiv ausgewirkt, dort ist weitaus mehr Platz als auf dem Conti-Parkplatz“, sagte er. Auch Horst Wittmershaus aus Syke, der mit einer Zeit von etwas mehr als neun Stunden die Premiere beim „Wasserstadt-Triathlon“ auf der „Ironman“-Distanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,2 Kilometer Laufen) gewann, war von Strecke und Organisation angetan. „Eine Bestleistung hat bei mir nur die Kälte (kaum zehn Grad Lufttemperatur) auf den ersten Radrunden verhindert“, sagte er.

Von Lob der Aktiven – insgesamt 1600 – berichtete auch Organisator Peter Augath. „Der Laufkurs in Richtung Herrenhausen an der Wasserkunst vorbei hat viel Anklang gefunden“, sagte er. Dass die Sportler wieder zweimal die Stadtbahntrasse queren mussten, „sei nicht zu verhindern“ angesichts der Lage der Wechselzone und des Zieleinlaufs auf dem Limmeraner Sportplatz. Traurig war Augath über den Dauerregen bei den Wettbewerben am Sonnabend. „Das hat natürlich auf die Stimmung gedrückt.“

Zu optimieren gibt es aber noch manches für den Wettkampf im nächsten Jahr – wieder mit der „Ironman“-Distanz. Am Sonnabend fanden sich Sportler, die den Wettkampf beendet hatten, und Triathleten, die noch liefen, auf demselben schmalen Zugangsweg zum TSV-Sportplatz wieder. Auch gestern mussten die Zuschauer zwangsläufig die eigentlich nur den Aktiven vorbehaltene Laufstrecke benutzen, wenn sie zur Stadtbahnhaltestelle an der Schleuse gelangen wollten. Dass dieses möglich war, lag auch an der unzureichenden Absperrung der Rad- und Laufkurse mit Trassenband, das einfach niedergetrampelt werden konnte. Dafür verdienten sich die Helfer ein Sonderlob – nicht nur bei der Getränkeausgabe, sondern auch als Warner vor Rutschgefahr

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