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Sport-Welt Patrick Hausding schlägt erneut zu: Snychron-Gold mit Klein
Sport Sport-Welt Patrick Hausding schlägt erneut zu: Snychron-Gold mit Klein
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16:34 14.08.2010
Patrick Hausding und Sascha Klein. Quelle: dpa
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Wasserspringer Patrick Hausding hat bei den Europameisterschaften in Budapest seine zweite Goldmedaille geholt und ist damit zum erfolgreichsten deutschen EM-Starter avanciert. Einen Tag nach seinem Überraschungssieg vom Drei-Meter-Brett verteidigte der 21-jährige Berliner am Sonnabend mit Sascha Klein (Aachen) seinen Titel im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm. Für das Duo war es nach 2008 und 2009 das dritte EM-Gold in Serie.

Hausding hatte zuvor im altehrwürdigen Budapester Hajos-Bad Silber vom Ein-Meter-Brett und mit dem Leipziger Stephan Feck im Synchron vom Drei-Meter-Brett geholt. Hausding/Klein bekamen von den Kampfrichtern für ihre sechs Sprünge 478,11 Punkte. Damit verwiesen sie die Russen Victor Minibajew/Ilja Sacharow (466,95) und Timofei Hordeitschik/Wadim Kaptur aus Weißrussland (426,03) auf die Plätze.

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Hausding holte damit seine insgesamt siebte EM-Medaille und als erster Deutscher vier bei einer Veranstaltung. Und der 21-Jährige könnte als erster Springer überhaupt bei einer Meisterschaft in allen Disziplinen auf dem Podest stehen. Ob er nach den Kräfte zehrenden vier Auftritten am Sonntag wie ursprünglich geplant im Turm-Einzel startet, ist noch offen. Auch Klein kann mit nun dreimal Gold und zweimal Silber eine beeindruckende EM-Medaillensammlung vorweisen.

Die Deutschen waren als Vorkampfsieger ins Finale gestartet. Zudem spielte ihnen in die Karten, dass kurz vor Finalbeginn der 16-jährige britische Weltmeister und Europameister vom Turm, Thomas Daly, verletzungsbedingt absagte. Er wird auch am Sonntag nicht starten.

Nach den Pflichtsprüngen lagen die Deutschen zunächst nur auf Rang drei. Sie lieferten sich mit den bärenstarken Russen, die mehrfach mit Traumnoten bis 10,0 bewertet wurden, ein hochklassiges Duell. Vor dem letzten Durchgang lagen Hausding/Klein mit 0,8 Punkten zurück. Aber die Russen wackelten, und die Titelverteidiger wussten um ihre Chance: Nach einem aufmunternden Abklatschen brachten sie den entscheidenden Sprung erstklassig ins Wasser. Hausding machte es wie am Tag zuvor: Mit dem letzten Sprung fing er den bis dato führenden Russen Sacharow noch ab.

dpa