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Sport-Welt Nur Siege zählen in Duisburg
Sport Sport-Welt Nur Siege zählen in Duisburg
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19:52 17.05.2012
Von Uwe Kranz
Kein Durchkommen: Der Hannoveraner Bence Toth (links) wird von seinem Duisburger Gegenspieler Julian Real bedrängt. zur Nieden Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Der Sport kennt viele Kuriositäten, so auch im Wasserball. Wenn es für die drei hannoverschen Bundesligisten am Wochenende um alles geht, ist der Ort des Geschehens stets derselbe; das vereinseigene Schwimmbad des Amateur-SC. Doch an eine fröhliche Reisegemeinschaft ist bei den Wasserballern nicht zu denken. Sowohl die Männer der SG W98/Waspo Hannover und der SpVg Laatzen als auch die Frauen des Hannoverschen SV reisen getrennt von den anderen Teams in den Westen.

Den Auftakt machen am Sonnabend (14 Uhr) die HSV-Frauen. Für sie geht es in einem einzigen Spiel um Platz 3 gegen Duisburg 98 um die Bronzemedaille in der deutschen Meisterschaft. Eine gemeinsame Reise mit Waspo schied für Trainer Jens Reinhardt aus organisatorischen Gründen aus. „Wir mussten frühzeitig einen Bus mieten, und man weiß ja nicht, ob Waspo ein drittes Spiel braucht“, sagt er. Zudem sei der Bus prall gefüllt mit HSV-Fans. „Wir machen eine schöne Sause“, kündigt Reinhardt an, der die Chancen für sein Team aber nur noch mit 40:60 bewertet. Grund ist der Ausfall von Center Mandy Zöllner, die wohl noch einmal an ihrer verletzten Schulter operiert werden muss. „Wir sind auf diese Situation vorbereitet“, sagt der Trainer.

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Waspo muss im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft der Männer am Sonnabend um 16 Uhr beim ASC Duisburg antreten. Im zweiten Spiel der Serie „best of three“ geht es für das Team von Trainer Karsten Seehafer nach der 7:11-Niederlage zum Auftakt - Tore für Hannover durch Ingo Pickert (2), Matthias Lebens, Patrick Weik, Philipp Gatzemeier, Lukas Taplick und Bence Toth - bereits darum, das Ausscheiden zu verhindern. Allerdings ist der Coach skeptisch. „Wenn es so läuft wie im ersten Spiel, haben wir keine Chance. Duisburg hat die besseren Einzelspieler“, sagt Seehafer. „Aber wer weiß? Es geht ja wieder bei 0:0 los.“

An eine gemeinsame Tour mit den Laatzenern habe er nicht gedacht, sagte der Trainer. „Wenn man sich verstehen würde, könnte man einen großen Bus nehmen“, sagt Seehafer, der damit die große Rivalität zwischen den Nachbarvereinen andeutet und zugleich versucht, die Situation auf seine Weise zu beschreiben: „96 würde auch nicht mit Arminia zu einem Auswärtsspiel fahren.“

Für den Laatzener Manager Carsten Stegen gibt es noch eine andere Komponente. „Was sollen wir vorher zwei Stunden dort rumsitzen? Es reicht schon, wenn Waspo hinterher bei uns zuschaut“, sagt er vor dem zweiten Spiel der Abstiegsrelegation („best of five“) gegen Duisburg 98. Aufgrund des Ruhrmarathons am Sonntag und einer Baustelle kann 98 nicht im eigenen Bad spielen - vielleicht ein Vorteil für die SpVg, die mit einem 9:8 ersten Spiel (bester Torschütze war Jens Möller mit fünf Treffern) schon mal vorgelegt hat. „Es war eine enge Kiste“, sagt Manager Carsten Stegen. Das Team von Trainer Holger Rähse tritt am Sonntag (18Uhr) zum dritten Spiel noch einmal in Duisburg an. Gut für Laatzen: 98-Torjäger Raul Diakon ist gesperrt. „Am liebsten würden wir die Entscheidung erst im vierten Spiel vor eigenen Zuschauern schaffen“, sagt Stegen.

15.05.2012
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