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Sport-Welt Maximilian Arndt Zweiter im Viererbob-Weltcup
Sport Sport-Welt Maximilian Arndt Zweiter im Viererbob-Weltcup
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16:41 13.01.2013
Während die Teamkollegen Schwächen zeigen, kann er sich über Platz 2 freuen: Maximilian Arndt. Quelle: dpa
Königssee

Zwei Wochen vor der WM in St. Moritz ist das Nervenkostüm bei den etablierten deutschen Bobpiloten angekratzt. Zweierbob-Europameister Thomas Florschütz ist im kleinen Schlitten ratlos, dem Viererbob-Weltmeister von 2011, Manuel Machata, passiert auf seiner Heimbahn am Königssee ein Missgeschick nach dem anderen. Nur die Youngster - der 25-jährige Maximilian Arndt und der drei Jahre jüngere Junioren-Weltmeister Francesco Friedrich - erfüllen derzeit die Erwartungen. In der Königsklasse Viererbob landete der Oberhofer Arndt hinter dem Russen Alexander Subkow mit 0,20 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Dritter wurde Florschütz vor Machata, der sich einige Patzer auf seiner Hausbahn leistete.

„Das war wieder ein Schritt nach vorne, die Jungs finden sich immer besser. Für die WM haben wir noch ein, zwei Trümpfe im Ärmel und da werden wir versuchen, Subkow zu schlagen“, sagte Arndt, der im Viererbob-Gesamtweltcup 14 Zähler Vorsprung hat, weil der Russe das Rennen in Altenberg ausließ. Florschütz zeigte sich anders als im kleinen Schlitten zufrieden mit dem Ausgang des Rennens: „Ich bin absolut glücklich, so gut war ich hier mit dem Viererbob lange nicht. So kann es in Richtung WM weitergehen.“

Nach zuletzt heftigem Schneetreiben waren die Wetter-Bedingungen beim ersten Aufeinandertreffen der kompletten Weltelite im Berchtesgadener Land am Sonntag ideal fürs Kräftemessen, nachdem die besten Piloten zuletzt bei den Dreifach-Erfolgen der Deutschen in Altenberg abgesagt hatten und lieber auf der WM-Bahn in St. Moritz trainierten. Die Deutschen kontern jetzt und fuhren noch am Sonntag mit den Piloten und Ersatzanschiebern weiter ins Schweizer Engadin, um sich auf der Natureisbahn den WM-Schliff zu holen, ehe es direkt zur EM am kommenden Wochenende nach Innsbruck/Igls geht.

Im Zweierbob lief es bei den routinierten Piloten nicht ganz rund, während Junioren-Weltmeister Friedrich als Dritter der beste Deutsche im kleinen Schlitten bleibt. „Ich bin glücklich, denn einen Weltmeister Steven Holcomb schlägt man auch nicht alle Tage“, sagte der erst 22 Jahre alte Friedrich. Florschütz kam mit dem viermaligen Olympiasieger Kevin Kuske nur auf Rang sechs und schob erneut eine Materialdiskussion an, weil er sich „fahrerisch und am Start keine Vorwürfe machen kann. Wir finden keinen Grund, jetzt muss etwas passieren. In zwei Wochen ist WM und da wollen wir aufs Treppchen oder sogar ganz oben stehen.“

Den Sieg sicherte sich der Kanadier Lyndon Rush vor dem Letten Oskars Melbardis. Lokalmatador Machata war stocksauer. Nach der 19. Startzeit im kompletten Teilnehmerfeld mit Marko Hübenbecker wollte er eine Aufholjagd starten und blieb übereifrig beim Einstieg mit dem Fuß hängen. Mit 122,36 Stundenkilometer hatte er die beste Endgeschwindigkeit mit seinem FES-Schlitten. „Da müssen wir nicht über das Material diskutieren“, meinte FES-Direktor Harald Schaale.

Bei den Frauen hatte Cathleen Martini nach drei siegreichen Jahren auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt erstmals eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Oberbärenburgerin, die 2011 in dieser Eisrinne Weltmeisterin wurde, kam auf Rang zwei vor Sandra Kiriasis. Den Sieg holte sich Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada.

Im Skeleton der Männer ist Frank Rommel aus Eisenach hinter dem lettischen Weltmeister Martins Dukurs auf Platz zwei gefahren. Bei den Frauen kam Marion Thees hinter Noelle Picus-Pace auf Rang zwei. Dritte wurde Anja Huber.

dpa

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