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Sport-Welt Die Form stimmt
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15:43 26.01.2014
Die Leistungen stimmen, nun sollen die Siege auch bei den Olympischen Spielen gefeiert werden: Maria Höfl-Riesch nach ihren Podesterfolgen am Wochenende. Quelle: dpa
Kitzbühel

Maria Höfl-Riesch hob im Ziel fast entschuldigend die Arme. Gleich mehrere Situationen mit Zeitverlust musste die Doppel-Olympiasiegerin überstehen, dennoch reichte es beim vierten Rennen in Cortina d’Ampezzo zum dritten Podestplatz. „Unglaublich mit den Fehlern da unten“, staunte die Partenkirchenerin bei der Speed-Generalprobe für Sotschi. Mit Rang drei im Super-G am Sonntag unterstrich das Ski-Ass in jedem Fall die Medaillenform.

Goldhoffnungen weckte auch Felix Neureuther mit seinem Slalom-Triumph in Kitzbühel und schwärmte mit glänzenden Augen vom „Mythos“ des Klassikers. Bei der großen Weltcup-Show in Österreich ließen sich auch Hannes Reichelt (Österreich) nach seinem Abfahrts-Coup auf der Streif und Super-G-Gewinner Didier Defago (Schweiz) feiern.

50 000 Euro für Defago, je 70 000 Euro bekamen Reichelt und Neureuther für ihre furiosen Fahrten - für fast die selbe Summe (68 000 Euro) musste Höfl-Riesch in den italienischen Dolomiten gleich viermal in die Spur. Ein Sieg in der Abfahrt, Platz zwei und drei im Super-G und ein vierter Rang in der zweiten Abfahrt lautete die eindrucksvolle Ausbeute ihre Speedfesttage. Nach 290 Punkten für die Weltcup-Wertung ist auch klar: Sie reist als Führende des Gesamtklassements zum Saisonhöhepunkt nach Sotschi. „Für den Gesamtweltcup ist es gut gelaufen hier und ich bin sehr, sehr zufrieden“, betonte die 29-Jährige.

Für Neureuther, dem nach seinem zweiten Kitzbühel-Triumph die Siegertrophäe zerbrach, geht es am Dienstag beim Nachtslalom in Schladming weiter. Seine Generalprobe für die Winterspiele steigt dann ein paar Tage später in St. Moritz. „Das Rennen in Kitzbühel zeigt mir, dass ich mit Druck eigentlich ziemlich gut umgehen kann. So was ist ein sehr gutes Zeichen für das, was dann im Februar passiert“, betonte der WM-Zweite im Slalom und tat auch am Sonntag noch seine Liebe für Kitzbühel kund.

Höfl-Riesch testet ihre Olympia-Verfassung am Wochenende bei den Technik-Rennen in Kranjska Gora. „Die letzte Abfahrt nicht gewonnen zu haben, nimmt für mich persönlich ein bisschen den Druck raus“, räumte sie nach dem verpassten Abfahrtspodest vom Samstag ein. Bei den nahenden Weltcup-Aufgaben in Slowenien aber bleibt das Stockerl das Ziel. In Cortina standen am Sonntag Lara Gut (Schweiz) und am Samstag Tina Maze (Slowenien) ganz oben.

Hinter Neureuther und Höfl-Riesch sieht es mit Blick auf den Verbandswunsch von drei Medaillen in Sotschi nicht gut aus. Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg kommt nach überstandener Lungenentzündung nur langsam wieder in die Spur. Zwei Nullnummern stehen die Plätze 14 und 20 gegenüber. Bei den Männern sieht sich Fritz Dopfer nach Rang 10 im Torlauf auf dem „richtigen Weg“. Aus dem nicht bei Olympia nominierten Herren-Abfahrtsteam gab es am Wochenende auf der Streif einen Achtungserfolg: Stephan Keppler fuhr bei seiner letzten Weltcup-Schussfahrt auf Rang 15 und erreichte auch im Super-G die Punkteränge.

Für den Olympia-Teilnehmer von 2010 ist nun nach elf Jahren im Weltcup Schluss. Auf die Saison musste er sich in Eigenregie vorbereiten und im Falle der verpassten Olympia-Quali wollte er dann Schluss machen. Da das Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen in einer Woche ausfällt, sagte er bei seinem „Lieblingsrennen“ Servus. Im Ziel tippte er sich mit dem Zeigefinger der rechten Hand an den Helm - „Danke!“ stand dort geschrieben.

„Es gab viel mehr schöne Moment als schlechte, ich habe viele Täler durchlebt, aber mich immer wieder zurückgekämpft“, schilderte Keppler, der den Sieg von Neureuther vorausgesagt hatte. Diesem fehlt nun nach seinem achten Weltcup-Erfolg nur noch ein Sieg auf den besten deutschen Alpin-Herren: Markus Wasmeier führt die Rangliste mit neun Erfolgen an.

dpa

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