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Sport-Welt Lob für Waspo 98, Supercup für Spandau
Sport Sport-Welt Lob für Waspo 98, Supercup für Spandau
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19:25 12.10.2014
Von Norbert Fettback
„Nicht jeder Spieler hatte seinen besten Tag“: Waspo-Torwart Roger Kong. Foto: zur Nieden Quelle: Ulrich zur Nieden
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Berlin

Mit 10:9 (1:1, 4:3, 4:1, 1:4) setzten sich die Berliner durch, die damit den ersten Angriff der Aufmüpfigen abwehrten. „Da ist schon Enttäuschung zu spüren“, sagte Karsten Seehafer, der Trainer des Herausforderers aus Hannover. „Da hilft es uns auch nicht, wenn alle sagen: Das war ein tolles Spiel auf Augenhöhe.“

In der Schöneberger Schwimmhalle war die Entscheidung schon nach dem dritten Viertel gefallen. Da stand es 9:5 für die Spandauer. „Bis dahin haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt, dann aber etwas nachgelassen“, sagte Hagen Stamm, Präsident der Hauptstädter, die ihre Titelsammlung auf 78 erweitert haben. Die von Waspo 98 ist um einiges übersichtlicher, und wenn demnächst der eine oder andere Pokal dazukommen soll, dann müssen großen Worten auch solche Taten im Wasser folgen.

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Beim Supercup blieben in der Hinsicht einige Wünsche offen. „Nicht jeder Spieler hatte seinen besten Tag. Und wenn nicht alles klappt, was möglich ist, dann gewinnt man so ein Spiel nicht“, sagte Seehafer. Vor allem die Schwächen im Unterzahlspiel habe Spandau ausgenutzt. Einen Eindruck, der sich beim Waspo 98-Coach nach dem gestrigen Videostudium noch einmal erhärtete. „Dann kannst du Spiele auf dem Niveau nicht gewinnen“, sagte Seehafer.

Nicht alle aus seinem Team legten einen Auftritt hin wie Andreas Schlotterbeck oder Predrag Jokic. Die beiden prominenten Neuzugänge hätten stark gespielt, sagte der Trainer. Der Ex-Spandauer Schlotterbeck habe gerade in Berlin beweisen wollen, wie gut und wie top motiviert er ist. Mate Balatoni, der dritte Neue, hat laut Seidensticker noch „Luft nach oben“. Das gelte auch für Nationalspieler wie Erik Bukowski und Roger Kong; Letzterer habe dem Team zwar mehr Stabilität gegeben, habe nach den gerade beendeten Flitterwochen aber noch erkennbaren Trainingsrückstand.

Viel Zeit, das zu ändern, bleibt nicht. Schon am Freitag geht es in der 2. Qualifikationsrunde zur Champions League weiter. Im Stadionbad ist Roter Stern Belgrad der erste Gruppenkontrahent (Spielbeginn: 19.30 Uhr). Am Sonnabend ist das italienische Ausnahmeteam Pro Recco der nächste Gegner (20 Uhr), am Sonntag schließlich Spartak Wolgograd (12.30 Uhr). Um in der „Königsklasse“ mitzumischen, muss Waspo 98 Erster oder Zweiter werden. Als Gruppendritter ginge es weiter im Europacup. An Platz 4, der das Aus bedeutet, wird aktuell kein Gedanke verschwendet.

Torschützen für Waspo 98 beim Supercup: Schlotterbeck, Bukowski, Toth (alle 2), Jokic, Balatoni und Paunovic.

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