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Sport-Welt Lisicki fühlt sich in Topform
Sport Sport-Welt Lisicki fühlt sich in Topform
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18:06 25.06.2012
Die 22-jährige Tennisspielerin Sabine Lisicki ist nach einem Formtief in Kampflaune. Quelle: dpa
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London

Sabine Lisicki liebt das Wimbledon-Turnier. Und dort, wo sie im Vorjahr mit dem Halbfinaleinzug ihren größten Karriereerfolg gefeiert hat, will sie nun auch endlich raus aus dem Formtief. Mit ihrem Erstrundensieg ist der erste Schritt dafür gemacht. „Sie wäre vor Angst fast gestorben“, sagte ihr Mentor Nick Bollettieri nach dem 6:4, 6:2 gegen die aufstrebende Kroatin Petra Martic. Nach leichter Anfangsnervosität – denn zunächst hatte sie schon 2:4 zurückgelegen. Die Tausenden geschlagenen Bälle in der Akademie des Startrainers in Florida haben sich scheinbar ausgezahlt.

„Ach naja, Erleichterung? Ich freue mich einfach und habe ziemlich gut gespielt“, meinte die 22-Jährige, die nach nur einer Stunde und fünf Minuten ihren zweiten Matchball verwandelt hatte, einen „Yes“-Ruf ausstieß und breit grinsend die Faust ballte. Die vier Erstrunden-Niederlagen in Serie zuletzt habe sie gar nicht erst mit nach London gebracht, behauptete sie.

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Lisickis Tennis-Liebe

„Ich liebe dieses Turnier. Wenn man hier am Hauptgebäude ankommt und durch das Tor fährt – das ist einfach wunderschön. Da kommt einem gleich das Grinsen, wenn man über die Anlage läuft“, schilderte die Nummer 15 der Setzliste. Im April in Charleston (USA) hatte die Fed-Cup-Spielerin eine Knöchelverletzung erlitten, anschließend steckte sie in einem Formtief fest.

„Das war eine Befreiung“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. Sie habe mit diesem Wendepunkt hier in Wimbledon schon gerechnet, meinte Rittner. Ebenso wie Vater Richard Lisicki, der meinte: „Trotz allen Drucks hat sie hier ein positives Gefühl auf dem Platz. Sie weiß, dass sie hier gut spielen kann. Das hilft.“

Bollettieri, der sich sogar zu Lisicki in die Pressekonferenz gesellte, nannte dieses Erfolgserlebnis in der ersten Runde „verdammt wichtig. Ich musste ihr erst einmal wieder erzählen, wie gut sie ist.“ Und Lisicki sagte geradezu aufgekratzt: „Ich will jetzt noch lange hierbleiben.“

Auf dem „Heiligen Rasen“ an der Church Road hatte sie 2011 ihr bestes Grand-Slam-Karriereresultat erreicht, als sie sich erst in der Vorschlussrunde der Russin Maria Scharapowa geschlagen geben musste. In Runde zwei wartet nun eine lösbare Aufgabe: die Serbin Bojana Jovanovski. Die Weltranglisten-117. profitierte beim Stand von 5:7,6:3,2:0 von der Aufgabe der Griechin Eleni Daniilidou.

Anspruchsvolles Turnier

Von den deutschen Herren kam Benjamin Becker als erster weiter. Der verletzungsgeplagte Weltranglisten-124. aus Mettlach bezwang überraschend den früheren Top-Ten-Spieler James Blake aus den USA mit 6:7 (4:7), 7:5, 6:0, 6:4. Der Lübecker Tobias Kamke ist dagegen schon raus. Er verlor sein Auftaktmatch klar 2:6, 2:6, 2:6 gegen den an Nummer 18 gesetzten Franzosen Richard Gasquet. Insgesamt sind bei den mit 19,96 Millionen Euro dotierten 126. All England Championships zehn deutsche Herren und fünf Damen gestartet.

Ein ganz bitteres Erstrunden-Aus erlebte auch die fünffache Wimbledon-Siegerin Venus Williams – wie schon bei den French Open. Die 32-jährige Amerikanerin unterlag sang- und klanglos der Russin Jelena Wesnina mit 1:6, 3:6. Williams, die wegen einer seltenen Autoimmunerkrankung bei den Australian Open noch gefehlt hatte, kämpft sich derzeit zurück auf die WTA-Tour.

dpa

25.06.2012
Carsten Schmidt 24.06.2012
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