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Sport-Welt Joachim Gauck ehrt Eintracht Hannover mit „Stern des Sports“
Sport Sport-Welt Joachim Gauck ehrt Eintracht Hannover mit „Stern des Sports“
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16:00 29.01.2013
Bundespräsident Joachim Gauck verleiht den "Großen Stern des Sports" in Gold an Eintracht Hannover, vertreten durch Rolf Jägersberg (M). Quelle: dpa
Berlin

Voller Einsatz für Menschen mit Depressionen: Der SV Eintracht Hannover ist von Bundespräsident Joachim Gauck für sein soziales Engagement mit dem „Großen Stern des Sports in Gold 2012“ ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, und dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, zeichnete Gauck am Dienstag in Berlin insgesamt 18 Sportvereine für soziale Projekte aus. Auf die Folgeränge wählte eine Fachjury um den Turner Fabian Hambüchen den Fußballverein BW Spandau 1903 aus Berlin und den BSV AOK Leipzig.

Eintracht Hannover erhielt den Preis für das Sozialprojekt „Aktiv aus dem Stimmungstief“. In Kooperation mit Psychiatern der Medizinischen Hochschule Hannover und Sportwissenschaftlern der Universitäten Würzburg und Marburg entwickelte der Verein Sport- und Bewegungsangebote für Menschen mit Depressionen - gerade in jener Stadt, in der der depressive Auswahl-Torwart Robert Enke fünf Jahre lang für Hannover 96 zwischen den Pfosten stand. Das vor zwei Jahren ins Leben gerufene Projekt sei unabhängig von Enkes Schicksal entwickelt, jedoch von der Robert-Enke-Stiftung finanziell unterstützt worden, sagte der Vereinsvorsitzende Rolf Jägersberg der Nachrichtenagentur dpa nach der Preisverleihung.

Gauck sagte, als Bundespräsident habe er leider länger keinen Sportplatz mehr betreten können. Dabei werde man nicht nur gesünder durch den Sport, sondern erfahre auch in spielerischer Weise, wie schön es ist, in einer Gruppe in einen fairen Wettkampf zu treten. „Das was Menschen im Sport miteinander tun, hat nicht nur für den Sport eine Bedeutung.“ Auch aggressive Potenziale würden durch den Sport gezähmt, sagte Gauck weiter.

DOSB-Präsident Bach mahnte an, dass ehrenamtliches Engagement nicht genügend Anerkennung bekomme. „Ein anerkennendes Schulterklopfen eines Mannschaftskollegen ist nach wie vor mehr wert als ein „I like“ eines Followers in sozialen Netzwerken“, sagte Bach.

Die 18 geehrten Vereine hatten sich zunächst als lokale und landesweite Sieger für das Finale in Berlin qualifiziert. Rund 2500 sozial engagierte Vereine hatten sich um die „Sterne des Sports“ beworben, die seit 2004 vergeben werden.

dpa/sag

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