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Sport-Welt Isner gewinnt Marathonmatch nach elf Stunden und fünf Minuten
Sport Sport-Welt Isner gewinnt Marathonmatch nach elf Stunden und fünf Minuten
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18:45 24.06.2010
John Isner gewinnt Marathonmatch. Quelle: ap

Die Queen hielt Hof - aber den finalen Akt des längsten Tennis-Matsches der Geschichte erlebte Elizabeth II. bei ihrem Besuch in Wimbledon nicht mit. Als die Langzeit-Rivalen John Isner und der Franzose Nicolas Mahut am Donnerstag ihre schon zweimal unterbrochene Erstrundenpartie nach insgesamt 11:05 Stunden und einem 70:68 für den Amerikaner zu Ende brachten, war die Queen schon wieder auf der Heimfahrt. Den ersten Matchball an diesem Tag verwandelte Isner eiskalt und sank rücklings ins Gras. Es war wie nach einem Triumph in einem Wimbledon-Finale - aber irgendwie war es ja auch so etwas ähnliches.

Bei der Umarmung am Netz konnten die beiden Rekordjäger kaum mehr stehen und Tränen schienen über ihre Wangen zu kullern. „Ich bin ein bisschen müde“, sagte Sieger Isner und Mahut freute sich über das „größte Match bei dem bedeutendsten Turnier der Welt“. Er sei stolz darauf, ein Teil dieser Geschichte zu sein. 112 Asse hatte Isner geschlagen - 103 Mahut, der damit die bisherige Bestleistung des Kroaten Ivo Karlovic aus dem Vorjahr um 25 Asse übertroffenDie historische Dimension dieses Tennis-Klassikers würdigte der All England Club mit einem Sonderpreis, den Tim Henman und Wimbledon-Siegerin Ann Jones noch auf dem Platz übergaben. Das bislang längste Grand-Slam-Match, das der Franzose Fabrice Santoro 2004 bei den French Open gegen seinen Landsmann Arnaud Clement 6:4, 6:3, 6:7 (7:5), 3:6, 16:14 gewann, hatte 6:33 Stunden gedauert.

Auch der Tobias Kamke bot bei seiner Revanche gegen den Südtiroler Andreas Seppi, der ihm vor zwei Jahren sein Debüt auf dem Heiligen Rasen verdorben hatte, eine durchaus passable Unterhaltung. Mit dem Selbstvertrauen der jüngsten Erfolge in Paris bei den French Open und dem Finaleinzug beim Challenger in Fürth trumpfte der Weltranglisten-126. auch gegen den Italiener auf und zog in die dritte Runde ein. Nur als es darum ging, den Sack nach 2:42 Stunden zuzumachen, schwächelte Kamke kurz. Fünf Chancen ließ er ungenutzt bis der sechste Matchball zum 3:6, 6:2, 6:3, 6:4 endlich saß und er befreit die Arme in die Höhe recken konnte. Nächster Gegner ist der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

Auch Beck bekam zu guter Letzt das große Zittern. Als der Weltranglisten-79. beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn gegen den Franzosen Julien Benneteau servierte, reichte eine 30:0-Führung nicht aus - und auch im Tiebreak konnte Beck das Blatt nicht wenden. So kam es, wie es kommen musste und der Davis-Cup-Spieler schied mit einer absolut vermeidbaren 6:3, 2:6, 6:4, 6:7 (5:7), 3:6-Niederlage aus. Das Aus kam auch für Julian Reister in Runde zwei. Der Reinbeker unterlag dem Belgier Xavier Malisse mit 7:6 (9:7), 4:6, 1:6, 4:6.

Den obligatorischen Diener vor der Royal Box des Center Courts mussten andere machen. Der Schotte Andy Murray zum Beispiel, der in Wimbledon als Lokalmatador umschwärmt wird, und sein Kontrahent Jarkko Nieminen aus Finnland. Souverän bis gekonnt meisterten beide die ungewohnte Aufgabe, welche die Queen mit einem milden Lächeln quittierte. Das Spiel, das Mitfavorit Murray leicht und locker mit 6:3, 6:4, 6:2 gewann, sah Elizabeth II. in Begleitung des Duke of Kent, der traditionell die Siegerehrungen vornimmt, und zahlreicher Tennisgrößen früherer Tage wie Tim Henman oder Virgina Wade.

dpa

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