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Sport-Welt Klasse Reitsport in familiärer Atmosphäre
Sport Sport-Welt Klasse Reitsport in familiärer Atmosphäre
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07:14 09.06.2016
Von Jörg Grußendorf
Will seinen Titel verteidigen: Hilmar Meyer hatte das Hitzespringen 2015 mit Salto de Fee gewonnen. Foto: Sielski Quelle: Sielski
Isernhagen

Höhepunkt der mit 60.000 Euro dotierten Veranstaltung ist der Große Preis von Isernhagen am Sonntag (15.15 Uhr), ein Springen der Klasse S mit Stechen, bei dem der Sieger 10.000 Euro kassiert.

Das Teilnehmerfeld des reitsportlichen Gipfels im hannoverschen Raum ist dementsprechend klasse. Angeführt wird es allerdings von der Dressur-Königin, der mehrfachen Olympiasiegerin Isabell Werth. Sie zählt zu den Stammgästen in Isernhagen und lässt es sich nicht nehmen, „bei Freunden“ (Werth) anzutreten. Die 46-Jährige wird in den beiden hochrangigsten Prüfungen mit ihren Pferden Laurenti und DSP Belantis starten - in der Drei-Sterne Intermediaire II, Große Tour am Sonnabend (15.30 Uhr) und in der Drei-Sterne S 10, Kurz-Grand-Prix am Sonntag (13.15 Uhr).

Olympische Erfahrung in der Dressur hat auch eine Lokalmatadorin gesammelt: Leonie Bramall startete 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta für ihr Heimatland Kanada.

Aber auch im Starterfeld beim Springen finden sich viele, viele namhafte Reiter. Philipp Rüping, der Führende in der Riders-Tour-Wertung, musste wegen eines Schulterbruchs zwar absagen. Aber der frühere Mannschaftsweltmeister Sören von Rönne hat ebenso genannt wie die erfolgreichste Amazone im deutschen Springsport, Meredith Michaels-Beerbaum, ihr Ehemann Markus Beerbaum, früherer Mannschaftswelt- und -europameister, die sechsfache deutsche Meisterin Eva Bitter sowie zwei ehemalige Derby-Sieger: Nisse Lüneburg und Christian Glienewinkel. Ebenfalls dabei ist der frisch gebackene deutsche Meister Andreas Kreuzer.

„Wir haben uns in der Szene einen guten Ruf erarbeitet“, sagt RFV-Vorsitzende Elke Gerns-Bätke. „Und darauf sind wir schon ein Stück weit stolz.“

Spitzensport ist also garantiert, es ist dennoch genügend Raum für regionale Reiter, sich vor einer großen Zuschauerkulisse zu zeigen. „Darauf legen wir Wert“, sagt Gerns-Bätke, „wir wollen schließlich ein ländliches Turnier bleiben.“ Allerdings eines mit erstklassigem Sport in einem familiären Umfeld.

Aus diesem Umfeld rekrutiert sich auch die große Helferschar, „ohne die es gar nicht ginge“, sagt die RFV-Vorsitzende. Der RFV benötigt etwa 70 Freiwillige rund um das Turnier mit einem Etat von 110 000 Euro, die kräftig mit anfassen. „Es gibt so viel zu tun“, sagt Gerns-Bätke, „vieles sehen Außenstehende ja gar nicht.“

Froh sind die Verantwortlichen des Clubs über die Wettervorhersage. Im vergangenen Jahr herrschte nämlich vier Tage lang eine fast tropische Hitze. Es waren daraufhin weniger Zuschauer als sonst gekommen, und die Wasserrechnung des RFV war in die Höhe geschnellt, da die Pferde gekühlt werden und auch mehr saufen mussten. „Es soll warm werden, aber nicht heiß und nicht regnen“, sagt Gerns-Bätke. Ideale Voraussetzungen für vier Tage klasse Reitsport.

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