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Sport-Welt Meyer und Conoc krönen ihre Aufholjagd
Sport Sport-Welt Meyer und Conoc krönen ihre Aufholjagd
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22:27 21.07.2013
Ein Paar ohne Nerven: Hilmar Meyer und Conoc krönen ihre Aufholjagd bei den Springreitern mit dem Gewinn des niedersächsischen Titels. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Es siegt sich oft einfacher aus einer Lauerposition. Den besten Beweis dafür gab es am Sonntag bei den Niedersachsenmeisterschaften im Reiterstadion Vahrenheide: Im Springen, der traditionellen Abschlussentscheidung, schoben sich Hilmar Meyer (RRV Schwarme/Kreis Diepholz) und sein elfjähriger, in Ungarn geborener Wallach Conoc vom 4. Platz noch an die Spitze des Gesamtklassements. Das Paar, das sich im 1. Abschnitt der Prüfung vier Fehlerpunkte geleistet hatte, blieb im 2. Umlauf ohne Abwurf. Das reichte zum 2. Platz in der Tageswertung hinter Dirk Klapproth (Braunschweiger Sportförderung) auf Quirano (0,75 Strafpunkte) – und zum insgesamt dritten Titelgewinn nach 2008 und 2009 mit nur acht Strafpunkten aus drei schweren Springen. Meyer war anschließend überglücklich. „Conoc ist ein Superpferd“, sagte der 49-Jährige. „Ich bin so glücklich heute, aber so schwer ist mir der Sieg noch nie gefallen.“

Reiten in Zahlen

  • Springen, Reiter, Männer: 1. Hilmar Meyer (Reit- und Rennverein Schwarme) mit Conoc, 2. Peter Korn-Finke (RV Hubertus Schloß Ricklingen) mit Calistra, 3. Hans-Jörn Ottens (RC Stotel) mit Arcado L.
  • Reiter, Frauen: 1. Theresa Engfer (RV Leichttrab Geestenseth) mit Zieta, 2. Anja-Sabrina Heinsohn (RV Zeven) mit De Fritz, 3. Dania Koop (RC Hagen) mit Holde Maid.
  • Junge Reiter: 1. Lennert Hauschild (RV Sittensen) mit For Emotion, 2. Thilo Schulz (RFV Clenze) mit El Cosby, 3. Glenn-Vincent Gerner (RFV Echem-Scharnebeck) mit West Virginia.
  • Junioren: 1. Tim-Uwe Hoffmann (Zeven) mit California, 2. Finja Bormann (RFV Harsum) mit Lavina Love, 3. Amelie Ottens (Stotel) mit Cascada.
  • Pony: 1. Josephine Dallmann (RFV Kuhstedt) mit Valentino, 2. Silber: Sophie Hinners (RV Sittensen) mit Elly, 3. Isabell Zierleyn (RV Völksen) mit Bumerang.
  • Children: 1. Fabian Baust (RZFV Stadthagen mit Cera, 2. Antonia Neuburg (RFV Wunstorf) mit Colettet, 3. Niclas Baule (RZFV Stadthagen) mit Nautica.
  • Dressur, Reiter: 1. Kathleen Keller (PZRV Luhmühlen) mit Wonder FRH, 2. Anke Bergmann (RV Elmlohe Marschkamp) mit Royana, 3. Jonny Hilberath (RV Elmlohe-Marschkamp) mit Tonik.
  • Junge Reiter: 1. Michelle Budde (RC Königshofer Heide) mit Welcome Forever, 2. Carolin Miserre (RFV Springe) mit Sagenhaft, 3. Larissa Deecke (RFV Beedenbostel) mit Don Vitus.
  • Junioren: 1. Lena-Marie Klose (RcL Gaudeamus Equis) mit Redmond, 2. Sophia Blank (RV Sandbostel) mit Lagerfeld, 3. Henrike Rauth (RG Uslar) mit Jazz Rondnoir.
  • Pony: 1. Caroline Karrenbauer (RFV Vogtei-Ruthe) mit Dandy C, 2. Pauline Helmrich (RFV Isernhagen) mit Chantre’s Held, 3. Vivien Lou Petermeier (RFV Diek-Bassum) mit Designer.

Weniger glücklich war indes die geschlagene Konkurrenz. Hans-Jörn Ottens (RC Stotel) und Arcado vergaben als vorletztes Starterpaar am letzten Sprung mit einem Abwurf alle Chancen auf den Gewinn des niedersächsischen Titels, und der Reiter haderte anschließend mit seiner Leistung: „So etwas darf eigentlich nicht passieren.“ Noch ärger traf es Titelverteidiger Dieter Smitz (TG Schaumburg) und die erst achtjährige Fuchsstute Emilie de Ravin. Beide hatten den 1. Umlauf ohne Fehler absolviert, doch im Finaldurchgang leistete sich das Paar Fehler gleich an drei Hindernissen und fiel klar zurück. Auch Thomas Heineking (RFV Nendorf) und Sally vergaben mit zwei Abwürfen die Chance zumindest auf einen Medaillenplatz.

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Dieses „Favoritensterben“ nutzten Peter Korn-Finke (RV Schloß Ricklingen) und Calistra. Das Paar bot eine Runde ohne Fehl und Tadel im 2. Umlauf und schob sich vom 5. Rang auf den 2. Platz in der Gesamtwertung. In der Tageswertung wurde Korn-Finke Dritter.

Den Titel in der Amazonenwertung ging an Theresa Engfer (RC Leichttrab Gestenseeth) auf Zieta, die auch das Finale mit 4,25 Strafpunkten gewann. Titelverteidigerin Dania Koop (RC Hagen) musste sich mit dem 3. Platz sowohl im Finale als auch in der Gesamtwertung begnügen. In der Dressur dominierte die 23-jährige Kathleen Keller (PZRV Luhmühlen) auf Wonder mit Siegen in Intermediaire und Kurz Grand Prix.

Überschattet wurden die Titelkämpfe durch Aufbrüche von Fahrzeugen in der Nacht zu Sonntag. Nach Angaben des Veranstalters wurden vier Laptops entwendet.

Anke Friedmann

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