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Sport-Welt Hannoveranerin Wallenhorst ist Favoritin für Ironman-WM
Sport Sport-Welt Hannoveranerin Wallenhorst ist Favoritin für Ironman-WM
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15:18 08.07.2009
Sandra Wallenhorst ist in Form.
Sandra Wallenhorst ist in Form. Quelle: Mario Vedder/ddp
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Es waren schier unzählige Gratulanten, die für Sandra Wallenhorst (37) nach ihrem Triumph bei der Ironman-EM in Frankfurt warme Worte parat hielten. Doch am meisten hat sich die Hannoveranerin über den Satz ihres Sohnes Philipp (2) gefreut. „Mami ist die Siegerin“, sagte der Pöks. „Das war so süß und fast so schön wie der Sieg am Sonntag“, meint Wallenhorst.

Aber eben nur fast. Denn mit dem Sieg in der schwülwarmen Mainstadt hatte Wallenhorst zum ersten Mal ein großes Ironman-Rennen gewonnen - und gehört damit nun wohl endgültig zu den Favoriten für die WM am 10. Oktober auf Hawaii. „Das befürchte ich auch“, sagt die Rechtsanwältin die nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Marathon unter dem Jubel der Zuschauer ins Ziel am „Römer“ lief.

„Es war eine phantastische Stimmung an der Strecke“, sagt Wallenhorst, die die letzten Kilometer lächelnd und winkend abspulte und dennoch knapp unter neun Stunden blieb. Und neben den 16.000 Euro Preisgeld darf sich die 37-Jährige nun auch über gesteigertes Interesse der Öffentlichkeit freuen. „Mein Handy-Akku ist fast schon wieder leer, ich hänge den ganzen Tag am Telefon“, sagt Wallenhorst, der auch eine Einladung für das „Aktuelle Sportstudio“ des ZDF für den 18. Juli vorliegt.

„Zwei Wochen werde ich jetzt ganz locker trainieren“, sagt Wallenhorst, die natürlich schon den Saisonhöhepunkt auf Hawaii ins Visier genommen hat. „Am 3. August starte ich dann mit der speziellen Vorbereitung auf die WM und werde dann auch wieder ein zweieinhalbwöchiges Trainingslager auf Gran Canaria einlegen.“ So, wie sie es vor Frankfurt getan hatte. Und so, wie sie es vor ihrem WM-Auftritt im vergangenen Jahr gemacht hatte, als sie dann auf den Lavafeldern von Hawaii bei ihrer Premiere Dritte wurde. „Das scheint zu fruchten“, sagt Wallenhorst über ihre Arbeit auf der Kanareninsel.

Auf warme Worte ihres Sohnes muss Wallenhorst auf Hawaii übrigens nicht so lange warten. Philipp wird mitreisen - und seine Mami schon im Ziel wieder in die Arme nehmen.

06.07.2009
Björn Franz 06.07.2009