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Sport-Welt Hannoveraner kitet mit der Weltspitze
Sport Sport-Welt Hannoveraner kitet mit der Weltspitze
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12:17 05.08.2010
Der Hannoveraner Hans Möller.
Der Hannoveraner Hans Möller. Quelle: Claus Döpelheuer
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Noch bis zum Wochenende finden auf Fuerteventura die Kiteboarding-Weltmeisterschaften an der Playa de Sotavento statt. Die Insel ist einer der Stopps auf der „Professional Kiteboard Riders Association“-Tour, an deren Ende der Weltmeister gekürt wird. 15 Frauen und 33 Männer aus 19 Ländern kämpfen an fünf Tagen um den Sieg im Freestyle und Racing.

Unter ihnen ist auch Hans Möller, der seit 2003 mit seinem Kiteboard übers Wasser schnellt. Der 43-Jährige ist zwar der älteste im Teilnehmerfeld - aber das merkt man ihm nicht an: Nach dem ersten Renntag am Dienstag liegt er auf Platz 11. Es führt der Franzose Julien Kerneur. Am Mittwoch fand wegen Flaute kein Rennen statt. Möller hofft, es im Racing noch unter die besten zehn Kiter zu schaffen. Erst letztes Jahr feierte er sein Debüt auf internationaler Ebene und konnte gleich mit dem beachtlichen 15. Platz in der Gesamtwertung abschließen.

Möllers Disziplin, das Racing, lässt sich am ehesten mit der Formel vergleichen. Alle Fahrer starten zeitgleich und müssen eine festgelegte Rennstrecke so schnell wie möglich hinter sich bringen. Dabei erreichen die Profisportler Spitzengeschiwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Da während des Rennens drei Bojen umfahren werden müssen, gilt diese Disziplin als technisch sehr anspruchsvoll. Bis zum Sonnabend werden so viele Rennen gefahren, wie der Wind es zulässt. Der Surfer, der die meisten Läufe gewinnt, wird in Sotavento zum Sieger gekürt.

Bild: Spektakuläre Sprünge beim Freestyle (Foto: Claus Döpelheuer)

Die Disziplin Freestyle gehört zu der spektakulärsten im Kite-Sport. Die Fahrer machen Sprünge, die bis zu 15 Meter hoch und 70 Meter weit sind. In Paare eingeteilt, treten die Fahrer in einem K.O.-System gegeneinander an. Wer die kompliziertesten und ausgefallendsten Sprünge macht, wird mit den meisten Punkten der Schiedsrichter belohnt.

Jennifer Hollack