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Sport-Welt Goc und Reiss wollen in Hannover bleiben
Sport Sport-Welt Goc und Reiss wollen in Hannover bleiben
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11:26 22.12.2009
Von Jens Reinbold
Stark am Puck: Andy Reiss fühlt sich in Hannover wohl und will seinen Vertrag bei den Scorpions verlängern – trotz einiger gut dotierter Angebote aus der Deutschen Eishockey-Liga.
Stark am Puck: Andy Reiss fühlt sich in Hannover wohl und will seinen Vertrag bei den Scorpions verlängern – trotz einiger gut dotierter Angebote aus der Deutschen Eishockey-Liga. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Na gut, irgendwann musste diese Serie ja nun mal reißen. 3:4 nach Penaltyschießen bei den Frankfurt Lions – zumindest einen Punkt haben die Hannover Scorpions selbst bei dieser ersten Niederlage nach einer Serie von sieben Siegen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eingefahren.

Es herrscht nach dem miserablen Start in die Saison rechtzeitig vor den Weihnachts-Festtagen eitel Sonnenschein rund um die TUI Arena. Vom letzten Platz ist das Team von Trainer Hans Zach binnen eines Monats in die Play-off-Plätze vorgestürmt. Vor der morgigen Partie gegen die Iserlohn Roosters (19.30 Uhr, TUI Arena) stehen die Scorpions auf dem 5. Rang – besser stand der Klub in dieser Saison noch nie da.

Sportlich hat das Zach-Team also die Kurve bekommen, doch auch abseits des Eises wird mit Nachdruck daran gearbeitet, dass die Scorpions weiter zu den besten Adressen der Liga zählen – mit der Aussicht auf eine vorweihnachtliche Bescherung für die Scorpions-Fans, die auf frohe Kunde hoffen dürfen.

Es geht dabei um die Vertragsverlängerungen von Andy Reiss und Nikolai Goc, die es als Verteidiger bis in die deutsche Nationalmannschaft geschafft und damit auch Begehrlichkeiten bei anderen DEL-Klubs geweckt haben. Doch die Zeichen stehen für beide offenbar auf eine Zukunft in Hannover. „Ich werde sicher nicht wegen des Geldes irgendwo hingehen. Das macht für mich keinen Sinn“, sagt Reiss, der in Hannover geboren wurde und der 2002 vom Stadtrivalen EC Hannover Indians zu den Scorpions wechselte. „Wir werden uns in den nächsten Tagen noch einmal zusammensetzen und dann sehen, wie die Entscheidung fällt“, sagt der 23-Jährige, der durchblicken lässt, dass die Tendenz zum Verbleib in Hannover geht.

Die Sterne stehen also gut – auch in der Personalie Nikolai Goc. Der gebürtige Schwarzwälder, der seit 2006 für die Scorpions am Puck ist, macht aus seinem Ansinnen keinen Hehl. „An mir wird es nicht scheitern; ich will gerne hierbleiben“, sagt der jüngere Bruder von Kapitän Sascha Goc. Lob gab es für den gebürtigen Schwarzwälder zuletzt von allen Seiten – und zwar nicht nur wegen seines ersten DEL-Treffers am vergangenen Freitag gegen Kassel. „Er wird nicht an Toren gemessen“, sagt Coach Zach, „steht aber Nikolai auf dem Eis, fällt kaum ein Gegentor. Und er ist körperlich sehr stark. Er spielt eine ganz tolle Saison.“

Besiegelt ist zwar noch nichts, aber es ist schon bemerkenswert, dass zwei der talentiertesten deutschen Verteidiger ihre Zukunft in Hannover sehen. Und doch ist die Erklärung dafür einfach: Die Profis fühlen sich in Hannover einfach rundum wohl. Eine große Rolle spielt dabei Geschäftsführer Marco Stichnoth, der nach außen mitunter ein wenig knurrig erscheint, im Team jedoch ein hohes Ansehen genießt. Der 43-Jährige versucht, ein perfektes Umfeld zu schaffen, legt dabei Wert auf Kontinuität und ist dabei gerade für die jungen Spieler ein wichtiger Ratgeber – nicht nur, wenn es ums Eishockey geht. Die Profis danken es ihm mit Treue.

Weihnachtsmänner in der TUI Arena:

Für die morgige Partie gegen Iserlohn setzen die Scorpions auf Kreativität. Alle Besucher, die sich morgen als Weihnachtsmann, Engel, Hirte oder anders weihnachtlich verkleiden, zahlen für Tickets der Preiskategorien 1 bis 4 statt bis zu 30 Euro einheitlich zwölf Euro.

von Jens Reinbold und Björn Franz

Björn Franz 18.12.2009