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Sport-Welt Finale in Cincinnati: Fish fordert Federer
Sport Sport-Welt Finale in Cincinnati: Fish fordert Federer
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10:36 22.08.2010
Steht im Endspiel des ATP-Masters-Turniers: Roger Federer. Quelle: afp
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Hier trifft der 29-Jährige acht Tage vor Beginn des letzten Grand-Slam- Turniers des Jahres auf Außenseiter Mardy Fish. Der Amerikaner hatte sich in beeindruckender Weise mit 4:6, 7:6 (7:3), 6:1 gegen Landsmann Andy Roddick durchgesetzt.

„Ich habe schon oft gegen Roger gespielt und er hat mich gefühlt 65 Mal besiegt“, meinte Fish mit einem Lächeln. Federer führt zwar die Bilanz der beiden mit 5:1-Siegen an, hat an das letzte Duell jedoch keine guten Erinnerungen. „Er hat mich 2008 in Indian Wells ganz locker 6:2, 6:3 besiegt“, überraschte Federer im Interview unmittelbar nach Spielende mit der genauen Statistik des bislang letzten Matches vor zweieinhalb Jahren. „Ich kann mich noch genau daran erinnern. Da hat er total aggressiv gespielt und verdient gewonnen“, so Federer.

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Der Titelverteidiger spielte sich im Eiltempo durch den bisherigen Turnierverlauf und steht nach nur 3:28 Stunden Gesamtspielzeit erneut im Endspiel des mit 2,43 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Events. Nach einem Freilos in der ersten Runde musste anschließend Federer- Gegner Denis Istomin aus Usbekistan nach nur 37 Minuten wegen einer Knöchelverletzung aufgeben. Noch schneller ging es im Achtelfinale, als Deutschlands Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, bereits vor Matchbeginn wegen einer Entzündung in der rechten Schulter absagte.

„Ich hatte Glück hier, musste in den ersten Runden kaum spielen. Jetzt habe ich eine weitere Chance, dieses Turnier zu gewinnen. Es läuft derzeit einfach für mich und das ist schön“, betonte Federer, der vor seinem vierten Triumph in Cincinnati steht. Zum zweiten Mal nach der Finalniederlage 2003 gegen Andre Agassi hat Mardy Fish das Endspiel erreicht. Die Nummer 36 der Weltrangliste stand gegen Roddick bereits kurz vor dem Aus, lag mit 4:6, 3:5 hinten, als das Match wegen Regens zum zweiten Mal unterbrochen werden musste.

„Ich habe in der Pause nur mein T-Shirt gewechselt“, meinte Fish, während Roddick fluchte: „So ist das mit diesen Verschiebungen, da kann sich das Momentum ganz schnell ändern.“ Als beide Profis wieder auf dem Centre Court standen, spielte nur noch Fish. Nachdem der 28- Jährige den zweiten Durchgang im Tiebreak für sich entschied, war er im dritten Satz nicht mehr zu stoppen. „Ich habe mich noch nie besser und selbstbewusster gefühlt als jetzt. Und ich habe auch noch nie besser gespielt“, betonte der Rechtshänder aus Florida. Fishs fantastische Form hat selbst Roddick beeindruckt. „Viel Glück fürs Finale, du kannst es schaffen“, gab er seinem Landsmann beim Shakehands nach Matchende mit auf den Weg.

dpa