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Sport-Welt Eishockey-Profi Busch sagt aus Angst vor Meldeauflagen ab
Sport Sport-Welt Eishockey-Profi Busch sagt aus Angst vor Meldeauflagen ab
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10:28 12.11.2010
Bei weiteren Fehlern im Anti-Doping-Meldebogen droht Florian Busch wieder eine Sperre.
Bei weiteren Fehlern im Anti-Doping-Meldebogen droht Florian Busch wieder eine Sperre. Quelle: dpa
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Eishockey-Profi Florian Busch hat seine Teilnahme am Deutschland-Cup aus Furcht vor Problemen bei den Anti-Doping- Meldeauflagen abgesagt. Das sagte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, der Nachrichtenagentur dpa und erklärte: „Er hat panische Angst, wieder einen Fehler zu machen.“

Im März 2008 hatte der Stürmer eine Dopingprobe verweigert und einen Justizmarathon ausgelöst. Zuletzt sei der 25-Jährige erneut von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) verwarnt worden, erklärte Reindl. Bei weiteren Fehlern im Meldebogen droht Busch wieder eine Sperre.

„Er kommt mit den NADA-Richtlinien einfach nicht zurecht“, meinte Reindl, der am Montag mit Busch telefoniert hatte. Der Spieler von den Eisbären Berlin wollte sich nicht weiter zu seiner Absage äußern. Der Verein teilte offiziell lediglich mit, dass Busch noch nicht bereit für eine Rückkehr ist.

Reindl schloss nicht aus, dass der gebürtige Bayer auch bei der WM im Frühjahr in der Slowakei fehlen wird. Allerdings hofft er auf eine baldige Rückkehr Buschs in den Kreis des Nationalteams: „Wenn er die Voraussetzungen erfüllt, ist er ein gern gesehener Spieler.“

Eine Sonderregelung in punkto Anti-Doping-Meldevorschriften werde es für den Stürmer aber nicht geben. Bundestrainer Uwe Krupp hatte Busch vor dem Deutschland-Cup an diesem Wochenende in den erweiterten Auswahl-Kader berufen, doch der Profi sagte kurz vor der Anreise überraschend ab.

dpa