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Sport-Welt Ein Seelzer startet durch zum Nürburgring
Sport Sport-Welt Ein Seelzer startet durch zum Nürburgring
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12:27 14.05.2010
Sebastian Amossé will als Motorsportler Karriere machen. Quelle: Archiv
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An das wachsende mediale Interesse hat sich Sebastian Amossé noch immer nicht gewöhnt. Es widerspricht offenkundig dem schüchternen Naturell des Seelzers. Dabei war er in den vergangenen Monaten regelmäßig präsent im TV. Ein Fernsehteam hatte den 25-jährigen Nachwuchsrennfahrer und anfangs mehr als 22.000 weitere Kandidaten in ein sogenanntes Race-Camp des „Opel Performance Centers“ zu einer Castingshow eingeladen. Eine Art „Deutschland sucht den Superstar“ für Motorsportler, bei dem insgesamt acht Plätze für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring lockten. Das findet an diesem Wochenende statt (morgen, 15 Uhr, live auf Sport1), und Amossé wird mit dabei sein.

Juror bei der monatelangen Talentsichtung war der ehemalige Rennfahrer Manuel Reuter. „Er war sozusagen unser Dieter Bohlen“, sagt Amossé. Er sagt das wenig amüsiert. „Es ging immer nur um die Frage, wer als Nächster rausfliegt.“ Nicht zuletzt deshalb war die Anspannung im Lager der Kandidaten „extrem hoch“, wie der Rennfahrer sagt. „Es ging ganz schön ruppig zu. Der Konkurrenzdruck war immens.“

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Amossé aber setzte sich durch und will nun die Chance nutzen, sich auf nationaler Bühne nachhaltig in Szene zu setzen. Er träumt von einer Karriere als Motorsportler. Dem hat er zuletzt alles untergeordnet. „Denn so eine Chance darf man nicht auslassen.“ Für das Rennen auf der Nordschleife hat sich der Seelzer aber ein bescheidenes Ziel gesetzt. Er möchte seinen 350 PS starken und 1100 Kilogramm schweren Opel Astra C ins Ziel bringen. An mehr wagt er noch nicht zu denken. „Denn auch wenn man keine Angst haben soll, Respekt habe ich doch.“

Patrick Hoffmann