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Sport-Welt Deutschland besiegt Argentinien bei Handball-WM
Sport Sport-Welt Deutschland besiegt Argentinien bei Handball-WM
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22:49 15.01.2013
Die deutschen Handballer um Kapitän Roggisch haben Argentinien 31:27 besiegt. Quelle: dpa Archiv

Ein minutenlanger Komplettausfall der Anzeigetafel hatte sie dabei aber kurz vor Schluss noch einmal gehörig ins Schlingern gebracht. Mit einem Sieg gegen Montenegro (18.30 Uhr/ZDF) können sie am Mittwoch den Einzug ins Achtelfinale vorzeitig perfekt machen.

„Wir müssen mehr Dampf nach vorn machen“, hatte Oliver Roggisch gefordert. Und der Kapitän wurde erhört. Das deutsche Team – erstmals mit Christophersen und Weinhold als Rückraumduo von Beginn an – setzte auf bedingungslosen Highspeed-Handball. Ob nach Gegentoren mit schneller Mitte, gelungenen Abwehraktion oder den wenigen Torhüter-Paraden – im Vorwärtsgang war Tempo und Zug zum Tor drin, zeigte sich Entschlossenheit in den Aktionen.

So wurde auch das Manko überspielt, dass der Kitt in der 6:0-Defensive fehlte, die Kooperation mit Keeper Heinevetter (nur ein gehaltener Ball) erneut nicht stimmte. Anders als gegen Tunesien reagierte Heuberger diesmal aber rechtzeitig, schickte Lichtlein schon früh, ab der 25. Minute, zwischen die Pfosten. Die Handball-Gauchos um die Simonet-Brüder (16 Treffer) boten zwar den gefälligeren Positionshandball, doch der war  mit einer zu hohen Fehlerquote behaftet.

Das deutsche Team nahm die Geschenke dankend an, nutzte dies allein bis zur Pause mit sechs Gegenstößen. Auffällig auch: Die von Heuberger kritisierten Außen Klein und Groetzki sprühten dabei vor Torlaune, steuerten in den ersten 30 Minuten neun der 17 Treffer bei. Tadellose 73 Prozent Angriffseffektivität waren letztlich der Schlüssel zum Sieg. Und: Nach Wiederanpfiff spielte das deutsche Team endlich auch mit Torhüter. „Ich habe immer gesagt: Wenn der Bundestrainer mich braucht bin ich da“, freute sich der Lemgoer Lichtlein über seine elf Paraden, „meinen Teil zum Sieg“. Da der Highspeedturbo auch weiter zündete, enteilte das DHB-Team auf 25:20 (49.).

Doch dann kam der Bruch, die Anzeigetafel ins Spiel. Erst hatten die Deutschen ein Tor zu viel, dann fehlten Zeitstrafen, letztlich ging gar nichts mehr. „Das war chaotisch, hat uns  den Faden verlieren lassen“, gab Roggisch zu, „wir müssen das aber cooler runterspielen.“ Die Argentinier suchten zudem die Flucht nach vorn, deckten plötzlich offensiv 3:3. Ein Problem für die Deutschen.   Es bedurfte beim  28:26 (58.) erst einer Doppelparade von Lichtlein, damit das DHB-Schiff siegreich in den Hafen einlief. „Das war ein tolles Spiel“, fand Heuberger. Roggisch sah es mit Blick auf Montenegro kritischer: „Da gibt es noch einiges aufzuarbeiten. Unser Videomann wird eine schlaflose Nacht haben.“  Adrian Pfahl weiß: „Es wird ein heißer Tanz.“ Und den will er mit seinen Jungs wieder mit einem Jubelkreis beenden.

von Jens Kuerbis

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