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Sport-Welt Deutsches Eishockey-Team gewinnt 3:2 gegen Kanada
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08:39 10.11.2012
Von Björn Franz
Drittlösung? Bundestrainer Pat Cortina. Quelle: dpa
München

An den 13. Mai dieses Jahres möchte sich am liebsten niemand mehr erinnern. Zumindest niemand, dem das deutsche Eishockey am Herzen liegt. Die 4:12-Niederlage der Nationalmannschaft an diesem deprimierenden Abend in Stockholm war der Tiefpunkt einer völlig verkorksten WM. Es folgte danach noch eine 1:8-Pleite gegen Tschechien und - mit knapp zweimonatiger Verspätung - das Ende der einjährigen Amtszeit von Bundestrainer Jakub Kölliker.

Am Freitagabend, als die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in München mit einem 3:2-Sieg über Kanada in den Deutschland-Cup startete, stand erstmals der neue Nationalcoach Pat Cortina hinter der Bande. Auch Kölliker feierte vor Jahresfrist bei dem Vierländerturnier, das von 2000 bis 2007 in Hannover ausgetragen wurde, sein Debüt. Und auch in anderer Hinsicht gibt es zwischen dem glücklosen Schweizer, der nun in seiner Heimat als Sportdirektor beim Erstligisten SCLangnau arbeitet, und Cortina einige Parallelen. Wie sein Vorgänger wurde auch der 48-Jährige, der zuvor unter anderem die Teams aus Ungarn und Italien betreute, bereits vor seinem ersten Spiel kritisch beäugt. Und das nicht zuletzt deshalb, weil er vom DEB wie Kölliker als Wunschlösung bezeichnet wird, obwohl er bestenfalls dritte Wahl war.

Eigentlich - so wird recht offen gemunkelt - hätte Verbandspräsident Uwe Harnos am liebsten den ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Ralph Krueger auf dem Posten gesehen. Der ist inzwischen aber Cheftrainer des NHL-Klubs Edmonton Oilers. Auch ein Engagement des bisherigen Kotrainers Harold Kreis wurde ins Spiel gebracht, doch dessen Arbeitgeber Adler Mannheim schloss eine Doppelfunktion kategorisch aus. Und genau an dieser Stelle wird das Eis für Cortina, der mit dem EHC München ebenfalls einen Erstligisten betreut, bereits vor seinen ersten Schritten brüchig.

Denn auch der DEB hat sich in der Vergangenheit klar gegen einen Trainer ausgesprochen, der neben dem Nationalteam auch noch eine Vereinsmannschaft betreut. „Ich bin der Meinung, man kann immer nur einen Job richtig machen oder es gleich lassen. Wenn man Bundestrainer ist, dann will man, soll man und muss man diesen einen Job machen“, hatte DEB-Generalsekretär Franz Reindl vor fast auf den Tag genau zwei Jahren gesagt, als es darum ging, ob der erfolgreiche Uwe Krupp den Posten trotz seines Engagements bei den Kölner Haien weiterführen könne. Der DEB ließ Krupp zu den Rheinländern ziehen, mit denen er derzeit an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga steht - und verpflichtete mit Cortina nun doch einen Vereinstrainer.

Noch bis zum Saisonende wird der Italokanadier die Doppelfunktion in München und beim DEB ausüben. Dann soll er sich voll auf seine Aufgabe beim Verband konzentrieren, bei dem er bis 2015 als Nationalcoach und zugleich als Sportdirektor unter Vertrag steht. Ein guter Start beim Heimspiel in der Olympia-Eishalle, bei dem das deutsche Team nach dem Auftaktsieg über Kanada am Sonnabend (16.15 Uhr) gegen die Schweiz und am Sonntag (16.45Uhr) gegen die Slowakei antreten muss, wäre angesichts dieser Aufgabe hilfreich.

Und Cortina geht diese Herausforderung trotz der Absage aller vier derzeit in der DEL spielenden deutschen NHL-Profis offensiv an. „Ich weiß nicht, ob ich die Zweit- oder Drittlösung war. Das ist auch völlig egal, weil ich jetzt nun mal Bundestrainer bin und zeigen muss, dass es die richtige Entscheidung war.“ Spätestens im Februar, wenn die Olympia-Qualifikation in Bietigheim ansteht.

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