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Sport-Welt Deutsche Handballer treffen im Viertelfinale auf Spanien
Sport Sport-Welt Deutsche Handballer treffen im Viertelfinale auf Spanien
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00:15 24.01.2013
Kraftvoller Sieg gegen Serbien, am Mittwoch trifft Gastgeber Spanien nun auf Deutschland. Quelle: dpa
Barcelona

Nach vier Stunden Busfahrt in Saragossa angekommen, einem kleinen Läufchen zum Anschwitzen rund ums Hotel, eilten Haaß & Co. am Montagabend geschlossen in die Arena Pabelon Principe Felipe. Sie wollten ihren Viertelfinalkontrahenten, die hitzige Atmosphäre, die 11.000 heißblütige Iberer verbreiten, schon einmal aufsaugen. Sie sahen, wie Spanien die schwachen Serben im Achtelfinale mit 31:20 (20:12) vom Parkett fegte. „Spanien war einfach dominant in der Abwehr, mit sehr gutem Gegenstoß. Und im Angriff spielen sie souverän. Die Halle in Saragossa wird ein Hexenkessel“, ist sich Bundestrainer Martin Heuberger sicher.

Doch den jungen DHB-Wilden machen die Spanier keine Angst. Sie sind nach dem Sensationssieg gegen Frankreich, dem souveränen 28:23 im Achtelfinale gegen Mazedonien heiß auf mehr: „Wir haben eine richtig geile Truppe. Jetzt wollen wir auch ins Halbfinale. Punkt. Aus“, steht Silvio Heinevetter für das neue Selbstbewusstsein. Und plötzlich ist die „Gurkentruppe“ WM-Geheimfavorit.

Gegen Mazedonien war es erneut das Prunkstück, die überragende Abwehr, die den Grundstein legte. Es war auch ein Heinevetter, der nicht nur 19 Bälle abwehrte, sondern die mazedonische Aufholjagd mit einer spektakulären Parade beim Stand von 18:16 stoppte. Es war auch ein bis dato weitestgehend beschäftigungsloser Stefan Kneer, der die Tiefe, den Charakter der Mannschaft so bezeichnend offenlegte, als er nach der frühen Knie-Verletzung von Sven-Sören Christophersen (Prellung; spielt am Mittwoch) in die Bresche sprang, sein bestes Spiel zeigte. Und es war die Wetzlarer Flügelzange Schmidt/Reichmann, die in der Phase, als das Spiel auf der Kippe stand, drei Bälle zum 21:16 versenkte.

Das Team ist der Star. Dazu zählt auch ein Oliver Roggisch, der das Kommentieren von Schiedsrichter-Entscheidungen abgestellt hat, als Abwehrchef und Kapitan die große Stütze des Teams ist. Ebenso wie Spielmacher Michael Haaß, der selbst jede freie Minute die Gegner per Video analysiert, mit Heuberger nach Lösungen sucht. Zwei, die Diskussionen um fehlende Führungsspieler ad absurdum führen. Und Roggisch freut sich "tierisch auf Spanien. Vor 11.000 heißblütigen Fans zu spielen, es gibt doch nichts Schöneres."

Jens Kürbis

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