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Sport-Welt Nationalelf sichert sich den Gruppensieg
Sport Sport-Welt Nationalelf sichert sich den Gruppensieg
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21:55 19.06.2015
Gegen Schweden gewann die deutsche Elf mit 2:0 im Auftaktspiel der Eurodeaf. Quelle: Treblin
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Hannover

Mit 7:0 gewannen die Deutschen im Oststadt-Stadion in Hannover. Den Führungstreffer erzielte Benjamin Christ in der 25. Minute. In der 27. und 29. Minute legte er mit zwei weiteren Treffern nach und konnte so einen lupenreinen Hattrick verbuchen - einen vierten Treffer erzielte er, nach Vorlage von Stefan Markolf, in der 52. Minute.  In der zweiten Halbzeit war es aber vor allem David Plank, der mit einem zweiten Hattrick zu überzeugen wusste.

Im Viertelfinale trifft Deutschland auf Russland. Das Spiel startet am Sonntag um 16:00 Uhr im Rudolf-Kalweit-Stadion.

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„Nur ein Pfiff reicht nicht“

Wolfgang Mierswa, früherer Bundesligareferee und bei der EM verantwortlich für die Schiedsrichteransetzungen im Interview.

Herr Mierswa, was ist für einen Schiedsrichter die größte Umstellung, wenn er ein Spiel der Gehörlosen pfeift?
Zum einen reicht ein Pfiff nicht aus, die Schiedsrichter müssen jede Entscheidung mit einem Fahnenzeichen dokumentieren. Zum anderen hören die Spieler nicht, wenn ein Gegenspieler von hinten kommt. Das führt oft zu anderen Spielsituationen, die für die Schiedsrichter ungewohnt sind.

Der Blickkontakt zwischen Referee und Spielern ist enorm wichtig. Wie sollte ein Schiedsrichter reagieren, wenn er eine Unterbrechung mit der Fahne anzeigt, der Spieler das nicht sieht und weiterspielt?
So eine Szene muss der Schiedsrichter großzügig handhaben, denn oftmals gelingt es nicht so schnell, die Spieler zu erreichen. Die Mimik und Gestik sind enorm wichtig, genau wie die Zusammenarbeit mit den Assistenten, die die Entscheidungen des Schiedsrichters mit der Fahne nachvollziehen.

Immerhin: Diskussionen oder Gemeckere über Schiedsrichterentscheidungen wird es in diesen Spielen ja nicht geben ...
Es wird aber auch nicht zu übersehen sein, wenn die gehörlosen Spieler mit einer Entscheidung nicht einverstanden sind. Auch über die Mimik können die Spieler ihre Unzufriedenheit ausdrücken.

Die Spieler können ja in der Gebärdensprache schimpfen.
Aber wenn die ein Schiedsrichter beherrscht, wird’s gefährlich für den Spieler.

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