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Sport-Welt Deutsche Bob-Teams wollen WM-Medaille in jeder Disziplin
Sport Sport-Welt Deutsche Bob-Teams wollen WM-Medaille in jeder Disziplin
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12:33 23.01.2013
Der deutsche Zweierbob-Pilot Francesco Friedrich (r.) und sein Anschieber Jannis Bäcker. Quelle: dpa
St. Moritz

Bessere Chancen durch Verzicht: Ein taktischer Schachzug soll die WM-Chancen von Deutschlands jüngstem Bob-Weltcupsieger erhöhen. Dank des Start-Rückzuges von Teamkollege Manuel Machata wird Francesco Friedrich aus Oberbärenburg bei der Zweierbob-Weltmeisterschaft ab Samstag in St. Moritz als dritter statt vierter Bob für Deutschland gemeldet.

Damit verzichtet der Verband auf das persönliche Startrecht von Friedrich als Junioren-Weltmeister und kann somit dessen Schlitten mit einem älteren Anschieber besetzen. Für den 24-jährigen Junior Gino Gerhardi fährt bei der WM nun der zuletzt bärenstarke Jannis Bäcker (28) im Zweierbob des EM-Dritten, der in jedem seiner Weltcup-Rennen auf dem Podest war und erstmals in seiner Karriere in Altenberg ein Weltcup-Rennen gewann. Mit Maximilian Arndt und Marko Hübenbecker sowie den EM-Zweiten Thomas Florschütz und Kevin Kuske haben die Deutschen zwei weitere heiße Eisen im Feuer.

„Wir können im Zweier um den Sieg mitfahren, das muss unser Ziel sein“, sagte Florschütz. Cheftrainer Christoph Langen, der nach einer durchwachsenen Saison in den letzten drei Wochen einen Quantensprung ausgemacht hat, glaubt an eine erfolgreiche WM: „Die letzten Tests sollten uns die notwendige Sicherheit und Ruhe an den Lenkseilen geben.“ Verbands-Sportdirektor und Generalsekretär Thomas Schwab meint: „Wir wollen in jeder Disziplin eine Medaille und in der ein oder anderen auch zwei. Auch wenn es schwer wird, um Gold mitzufahren, sollte es zumindest unser Ziel sein.“

Doch hoppla, da war doch was beim Duo Friedrich/Bäcker im Vorjahr auf der Natureisbahn in St. Moritz? Während Arndt mit Hübenbecker zum Sieg raste, war Weltcup-Debütant Friedrich untröstlich. Im Ziel der 1722 Meter langen Eisrinne saß der Youngster allein im Bob. „Tja, was soll ich sagen? Am Start war es plötzlich so schwer am Bügel“, erinnert sich Friedrich, dessen Anschieber Bäcker beim ersten Schritt ausrutschte und nicht mehr in den Bob kam. Erst im Ziel, als mehr als 3,5 Sekunden auf den Spitzenreiter fehlten und er mit hoher Geschwindigkeit in die gummierten Auslaufmatten fuhr, merkte er das Fehlen seines Bremsers - und wurde disqualifiziert. „Das verdrängen wir einfach, wir haben konstant in diesem Winter gezeigt, was wir drauf haben“, meinte Bäcker, der von Heimtrainer Gerd Leopold als „Kronjuwel“ bezeichnet wird.

Bessere Erinnerungen an die Bahn im Engadin und dementsprechend gute Vorsätze haben die deutschen Frauen, die das bei den ersten Trainingsfahrten mit Plätzen unter den besten Vier unter Beweis stellten. Beim dritten Dreifach-Erfolg hintereinander im Januar 2012 siegte Anja Schneiderheinze vor Cathleen Martini und Sandra Kiriasis. Letztere fühlt sich auf der „größten Schnee-Skulptur der Welt“ pudelwohl. Immerhin fuhr sie dort bei der WM 2007 zum überlegensten Erfolg in der Geschichte der Frauen-WM, als sie mit Anschieberin Romy Logsch 2,05 Sekunden Vorsprung auf Martini hatte. Und mit dem sechsten EM-Titel und dem Sieg über Olympiasiegerin und Weltmeisterin Kaillie Humphries in Innsbruck geht sie am Freitag mit viel Selbstbewusstsein ins WM-Rennen.

„Dieser Erfolg war sehr wichtig und gab uns noch einmal eine Extra-Portion Motivation“, meinte die Olympiasiegerin von 2006. Eine große Bewährungsprobe wird es auch für Junioren-Weltmeisterin Miriam Wagner vom BRC Riesa geben, die mit Franziska Fritz als vierter deutscher Bob bei den Frauen gemeldet ist.

dpa

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