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Sport-Welt Der geborene Boxer
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20:27 05.06.2009
Von Uwe Kranz
Selbstbewusst und erfolgreich: David Todorovic hat für den BSK Seelze den deutschen Meistertitel erkämpft. Quelle: zur Nieden

Wer genau hingesehen hat, der konnte in der letzten Runde des Finales um die deutsche Box-Meisterschaft der Junioren bereits ein kleines Lächeln auf den Lippen von David Todorovic erkennen. Ganz sicher war der Halbfliegengewichtler des BSK Seelze, dass er sich diesen Riesenerfolg nicht mehr nehmen lassen würde. Ruhig und abgeklärt zog der 14-Jährige seine Linie bis zum Schlussgong durch und ließ dem Schweriner Johannes Gielow beim 9:5-Punktsieg keine Chance. Mit seinem ersten nationalen Titel dekorierte Todorovic nicht nur seine eigene junge Boxkarriere, er machte auch die Verantwortlichen seines Vereins um die Trainer Arthur Mattheis und Dmitri Schunk besonders stolz.

„Auf so einen Erfolg haben wir seit zehn Jahren gewartet“, jubelte Schunk: „Endlich haben wir auch einen männlichen deutschen Meister.“ Und Mattheis lobte das Talent: „Er hat vor allem im Finale die Vorgaben hundertprozentig umgesetzt. Er war sehr stabil und konzentriert. Das war eine tolle Leistung.“

Ein dummer Zufall hätte den Traum vom Titel allerdings beinahe zerstört. Vor dem entscheidenden Kampf war es mit der Zuversicht Todorovics überhaupt nicht gut bestellt. In der Pause zwischen Viertel- und Halbfinale hatte er beim Fußballspielen den Ball unglücklich mit seiner linken Führhand abgewehrt und sich dabei das Handgelenk verstaucht. „Ich dachte, dass ich deshalb verlieren werde“, gab der neue deutsche Meister zu. Im Kampf aber waren diese Gedanken und aller Schmerz vergessen – und kehrten erst nach dem Jubelfeiern zurück.

Gelohnt hatte sich für Todorovic mit dem Finalsieg das tägliche Training in der Vereinshalle des BSK in Seelze und im Bundesstützpunkt in Gifhorn. „David ist der geborene Boxer. Er hat viel Talent. Aber er ist auch besonders ehrgeizig“, beschreibt Schunk die Vorzüge des Meisters. Deshalb beendete der damals zwölfjährige Todorovic vor zwei Jahren sein Engagement bei einem Langenhagener Kick-Box-Verein und wechselte nach Seelze. „Mein Vater hatte von diesem Verein in der Zeitung gelesen“, erzählt Todorovic. Der junge Kämpfer bedankte sich bei seinen engagierten Eltern für die große Unterstützung bereits im folgenden Jahr mit den Siegen bei den Niedersachsen- und norddeutschen Meisterschaften. Nur der ganz große Wurf wollte nicht auf Anhieb gelingen.

Glücklich war Todorovic deshalb auch darüber, dass er in Blankenburg ein Versprechen einlösen konnte. „Im vergangenen Jahr war ich bei den Kadetten Dritter, deshalb wollte ich diesmal unbedingt ins Finale“, sagte er. Nach seiner Rückkehr aus dem Harz konnte er sich im Verein und seinem privaten Umfeld vor Glückwünschen kaum retten. Sein Selbstvertrauen sei gestiegen, sagte der Schüler aus dem Garbsener Stadtteil Berenbostel, der sich als erster deutscher Meister des Vereins von den anderen Boxern jetzt auch noch mehr geachtet fühlt. Auch seine Mitschüler freuten sich mit ihm über den Erfolg. „Mein Lehrer hat sogar einen Zeitungsausschnitt vorgelesen“, erzählt der Boxer.

Mit so viel Rückenwind sind die weiteren Ziele der sportlichen Karriere schnell gesetzt: Die Qualifikation zur Europameisterschaft und natürlich der EM-Titel – das wäre schon toll. Und später will Todorovic als Profi auftrumpfen. „Der junge Mike Tyson ist mein Vorbild“, sagt er. Dabei strahlt der deutsche Juniorenmeister über das ganze Gesicht – und unsicher sieht das ganz und gar nicht mehr aus.

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