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Sport-Welt Der erste Schritt zum großen Lauf
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06:15 15.11.2012
Von Norbert Fettback
Die Läufer der HAZ-Laufgruppe starteten am Maschsee ihr Trainingsprogramm. Quelle: Alexander Koerner
Hannover

Die Zielmarkierung unweit vom Ohedamm ist in Sicht, der Blick von Torben Schmidt geht noch einmal zur Uhr, die seinen Puls anzeigt: jetzt 187! Die Anstrengung steht dem 19-Jährigen ins Gesicht geschrieben. „Gut, dass wir durch sind“, sagt er. „Viel mehr ging nicht.“

Die fünfte Zwei-Kilometer-Runde ist beendet und damit der letzte Test des Tages für Schmidt und weitere gut 100 Freizeitläufer, die sich in derHAZ-Vorbereitungsgruppe für den Hannover-Marathon 2013 zusammengefunden haben. Der erste Schritt ist nach einer guten Stunde getan, jetzt kann es richtig losgehen, um am 5. Mai in Form zu sein. Wie jeder Einzelne sein Training in den kommenden Monaten gestalten sollte, dafür hat Markus Pingpank an diesem Vormittag am Maschsee wichtige Daten gesammelt.

Auch für Schmidt, der in einem halbem Jahr seinen ersten Marathon laufen will, hat der Profitrainer aus Barsinghausen die Pulswerte nach jeder der fünf Runden, jeweils mit merklich erhöhtem Tempo, aufgelistet. Sie kletterten von anfangs 137 (bei einem Durchschnittstempo von sechs Minuten für den Kilometer) auf besagte 187, als vier Minuten pro 1000 Meter die Vorgabe waren.

Zum besseren Verständnis: Wer das länger durchhält, der schafft die zehn Kilometer in 40 Minuten - für die meisten Freizeitläufer ein Traum. Schmidt will den Hannover-Marathon in einer Zeit unter vier Stunden bewältigen, und das ist für ihn ein realistisches Ziel, wie Pingpank nach Auswertung der Pulswerte sagt. „Torben kann schnell laufen“, sagt der 48-Jährige, „aber er muss seine Ausdauer noch verbessern.“

Läufer erhalten Trainingsplan

Wie das klappen kann, dafür wird Schmidt - wie auch die anderen Teilnehmer der HAZ-Vorbereitungsgruppe - in dieser Woche einen Trainingsplan erhalten. Damit niemand überfordert oder aber unterfordert wird, hat Pingpank die Hobbysportler zwischen 17 und 74Jahren zu einem Belastungstest eingeladen. „Ich muss wissen, wozu jeder körperlich in der Lage ist“, sagt der Laufcoach.

Eine Strecke von zwei Kilometern, mehrfach absolviert, liefere aussagefähige Pulswerte, die gute Rückschlüsse auf das individuelle Leistungsvermögen erlaubten. Etwa über den Maximalpuls, wenn man an seine Grenzen geht. „Die Faustregel 220 minus Alter passt da in vielen Fällen nicht“, sagt Pingpank. Er macht sich mithilfe seiner sieben Gruppenleiter lieber ein eigenes Bild, wenn die Belastung von Mal zu Mal gesteigert wird wie jetzt am Maschsee. Das Trainingsprogramm in den kommenden Wochen und Monaten wird nicht mit links zu schaffen sein, davon hat an diesem Tag so mancher eine Vorahnung bekommen.

Für Schmidt, der bei Germania Barnten (Kreis Hildesheim) in der 2. Kreisklasse Fußball spielt, ist das Ganze eine neue Erfahrung. Sein Vater hatte ihn auf die Idee gebracht, es doch mal bei der HAZ-Gruppe zu versuchen, nachdem er seine Bestzeit beim Halbmarathon in Hannover ohne spezielles Training auf 1:37 Stunden verbessert hatte. „Ich bin wirklich gespannt, was dabei herauskommt“, sagt er. Er freut sich nicht nur auf das gemeinsame Training an zehn Sonnabenden, sondern auch auf viele gute Tipps, um sein Ziel zu erreichen. „Dafür stehe ich am Wochenende auch gerne ein, zwei Stunden früher auf als sonst.“

Schmidt ist einer von 18 Läufern, die sich mit der HAZ-Gruppe auf ihren ersten Marathon vorbereiten, weitere13 wollen auf der halb so langen Distanz debütieren. 45 Freizeitsportler waren schon in früheren Jahren dabei, als die HAZ in Kooperation mit der Veranstaltungsagentur eichels: Event bereits diese Form der Vorbereitung angeboten hatte. Dieses Mal haben sich so viele angemeldet wie nie zuvor - insgesamt 107 Frauen und Männer. Darunter sind ausgesprochene Neulinge auf den langen Laufdistanzen ebenso zu finden wie Freizeitsportler, die schon bei Marathonläufen in New York oder Rotterdam gestartet sind. Jetzt stehen alle zusammen an der Startlinie und haben den 5. Mai 2013 in Hannover vor Augen.

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