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Sport-Welt Der Tiger zaubert wieder
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19:51 04.06.2012
„Ich habe mir einfach keinen Fehlschlag geleistet“: Golfprofi Tiger Woods hat sich beim Turnier in Dublin/Ohio eindrucksvoll zurückgemeldet. Quelle: dpa
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Dublin/Ohio

Es war einer dieser magischen Momente für den Golfprofi Tiger Woods. Mit einem Zauberschlag aus dem tiefen, dunkelgrünen Gras versenkte der Superstar aus den USA den Ball an der 16. Spielbahn des Muirfield Village Golf Clubs aus rund 15 Metern direkt im Loch. Der spektakuläre Birdie ebnete Woods den Weg zum 73. Turniersieg seiner Karriere. Mit seinem fünften Triumph beim Memorial Tournament in Dublin in Ohio schloss der 36-Jährige zu Golflegende und Gastgeber Jack Nicklaus auf, der ebenfalls 73 Turniere gewinnen konnte. Nur Landsmann Sam Snead war mit 82 Turniersiegen noch erfolgreicher.

„Das war ein super Tag. Ich habe mir einfach keinen Fehlschlag geleistet“, sagte Woods nach seiner eindrucksvollen Vorstellung auf der Schlussrunde. Dass er gerade hier, beim Turnier von Nicklaus, gleichziehen konnte, stimmte Woods glücklich: „Es war etwas Besonderes, hier zu gewinnen“, sagte er. Nicklaus nahm den Sieger direkt am 18. Grün in Empfang und gratulierte ihm zum Erfolg und zur spektakulären Leistung an der 16. „Es war unter diesen Umständen der beste Schlag, den ich je gesehen habe“, sagte der „Golden Bear“, der mit 18 Siegen bei den vier bedeutendsten Turnieren der Welt immer noch alleiniger Major-Rekordhalter ist.

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Woods steht jetzt bei 14. Der zweite Turniersieg des Jahres kam für ihn genau zur rechten Zeit. Viele Kritiker hatten den ehemaligen Weltranglisten-Ersten nach seinen zahlreichen Verletzungen und privaten Skandalen schon abgeschrieben. Bereits in knapp zwei Wochen stehen die US Open im Olympic Club in San Francisco an – in seiner kalifornischen Heimat will er dann den nächsten Major-Titel ins Visier nehmen. Genug Selbstvertrauen dafür hat Woods beim Memorial Tournament gesammelt.

Der überragende Schlag am 16. Grün im Muirfield Village GC war die logische Konsequenz einer starken Schlussrunde, in der Woods nur so vor Kraft strotzte. Mit breiter Brust lief er über die Fairways, schüchterte seine Gegner mit exzellenten Schlägen ein und verzückte die Fans. Mit vier Schlägen Rückstand war er auf die Runde gegangen. Am Ende konnte Woods eine starke 67 vorweisen, während seine ärgsten Kontrahenten Rory Sabbatini (Südafrika) und Spencer Levin (USA), die in der Gruppe hinter Woods spielten, angesichts des spektakulären Schauspiels die Nerven verloren. Mit insgesamt 279 Schlägen gewann die einstige Nummer 1 der Welt vor Sabbatini und dem Argentinier Andres Romero (beide 281). Der vor der Schlussrunde führende Levin (283) fiel noch auf den geteilten 4. Platz zurück. Für seinen Sieg kassierte Woods 1,1 Millionen Dollar.

Klettertour im Ranking

Mit dem nunmehr 73. Turniersieg seiner Karriere hat sich Tiger Woods wieder unter die vier besten Golfer der Welt gespielt. Er kletterte in der gestern veröffentlichen Weltrangliste vom 9. auf den 4. Platz (6,785 Punkte). An der Spitze liegt weiter Luke Donald (England/10,434) vor Rory McIlroy (Nordirland/9,057) und Lee Westwood (England/7,915). Deutschlands Golfstar Martin Kaymer (Mettmann/5,037) verbesserte sich vom 11. auf den 10. Rang, obwohl er am Wochenende gar nicht gespielt hatte.

dpa

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