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Sport-Welt Der Favoritensturz auf der Neuen Bult
Sport Sport-Welt Der Favoritensturz auf der Neuen Bult
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21:55 13.09.2015
Von Carsten Schmidt
Vorzeitiger Abgang: Jockey Antoine Werle (in blau) und Emirates Rewards.
Vorzeitiger Abgang: Jockey Antoine Werle (in blau) und Emirates Rewards.Foto: Petrow Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Emirates Rewards, die dreijährige Stute aus dem französischen Quartier von Scheich Mohammed al Maktoum, hatte sich im Großen Preis der Metallbau Burckhardt GmbH auf der Zielgerade einschließen lassen. Vorne, hinten, rechts, links - überall versperrten Konkurrenten den Weg zur Spitze. Jockey Antoine Werle versuchte dennoch auszubrechen, um das über 1600 Meter führende Listenrennen (Preisgeld 25.000 Euro) noch zu gewinnen. Doch statt eines furiosen Spurts gab es auf der Neuen Bult einen fulminanten Sturz. Emirates Rewards geriet aus dem Tritt, Werle flog auf das Geläuf und wurde von einem nachfolgenden Pferd noch am Kopf getroffen.

Der Franzose hatte Glück in diesem Unglück - er stand von allein auf und konnte selbstständig zur ärztlichen Untersuchung gehen. Dort diagnostizierten die Mediziner keine schweren Kopfverletzungen, „nur“ Prellungen, außerdem war Werle etwas geschockt. Emirates Rewards galoppierte reiterlos, aber ebenfalls unverletzt durchs Ziel.

Große Sieger feierten in Langenhagen so ein deutscher Trainer und ein belgischer Jockey. Der Kölner Coach Waldemar Hickst hatte Amabelle, Siegerin des Listenrennens, ebenso vorbereitet wie Atreju, den Gewinner des höchstdotierten Ereignisses des Tages. Der dreijährige Hengst setzte sich im Kurd-von-Lenthe-Erinnerungsrennen über 1750 Meter (BBAG-Auktionsrennen) durch, das mit 52.000 Euro dotiert war. Beide Male saß Stephen Hellyn, der Topjockey aus Belgien, im Sattel.

Den einzigen Heimerfolg gab es im 4. Rennen (Preis des Calenberger Kreditvereins) durch die Brümmerhoferin Global Love, die von Paul Harley trainiert wird. Besitzerin Julia Baum zeigte freudestrahlend den erhobenen Daumen in Richtung Jockey Daniele Porcu und herzte anschließend die Stute. Hans-Jürgen Gröschel dagegen verbuchte keinen einzigen Erfolg mit seinen sechs Startern. „Man kann nicht immer gewinnen“, sagte der 72-Jährige schon nach dem ersten Rennen, in dem Chantilly als Favoritin kurz vor dem Ziel auf den 2. Platz verwiesen wurde. Shy Moon bescherte dem Neue-Bult-Coach einen 3. Rang im sechsten Rennen. Keine Rolle spielten die Gröschel-Starter Redesert und Beau Reve im Ausgleich I.

Unter den 9400 Besuchern des Renntags der Landwirtschaft und der Landwirtschaftsausstellung mit Bauernmarkt war auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer, der mit höflichem Beifall und traditionellen Jagdhornklängen auf der Rennbahn begrüßt wurde. „Das ist einer der angenehmeren Termine“, sagte der 40-jährige Politiker von Bündnis 90/Die Grünen. „Hier herrscht heute Volksfeststimmung, es gibt für jeden Angebote, insbesondere für die Kinder.“

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