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Sport-Welt DOSB unterstützt stärkeren Kampf gegen Doping
Sport Sport-Welt DOSB unterstützt stärkeren Kampf gegen Doping
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18:13 19.06.2012
Der DOSB unterstützt Baden-Würtemberg im verstärkten Kampf gegen Doping. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Stuttgart

Sport und Justiz gemeinsam gegen Doping: Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), haben eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Verfolgung von Dopingdelikten beschlossen. „Doping ist ein Übel, das wir im Interesse aller fairen Sportler versuchen müssen, auszurotten. Das geht nur gemeinsam“, sagte Vesper am Dienstag in Stuttgart.

Stickelberger und Vesper vereinbarten einen regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Vertretern des Sports und der am 1. April eingerichteten Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Verfolgung von Dopingstraftaten in Freiburg. Der DOSB-Generaldirektor sagte zu, die Sportverbände anzuhalten, die beiden Staatsanwälte in Freiburg unverzüglich über Dopingverstöße zu benachrichtigen. „Der organisierte Sport kann am besten, am schnellsten und am effektivsten den Sportler bestrafen“, sagte Vesper. „Der Staat aber ist dafür zuständig, das ganze Umfeld, ohne das Doping heute gar nicht mehr möglich ist, zu verfolgen und zu sanktionieren.“

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Die Staatsanwaltschaft werde ihrerseits Sportverbände und die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) über Doping-Erkenntnisse informieren, erklärte der Justizminister. In spätestens einem Jahr solle eine erste Bilanz der Zusammenarbeit gezogen werden. Zudem will Stickelberger bei seinen Kollegen für die Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften in weiteren Bundesländern werben. „Das Thema betrifft nicht ein Bundesland, sondern die Bundesrepublik insgesamt“, sagte Stickelberger. Vesper ergänzte: „Fünf insgesamt halte ich für eine sinnvolle Zahl.“

Bislang gibt es lediglich in Bayern eine weitere Schwerpunktstaatsanwaltschaft gegen Doping. Deren Ergebnisse seien jedoch „aus unserer Sicht unzureichend“, sagte Stickelberger. Es werde zu häufig gegen Hobbysportler in Fitness-Studios ermittelt. „Wir wollen, salopp gesprochen, nicht die Dorf-Olympiade in einem beschaulichen Ort auf der schwäbischen Alb ins Visier nehmen, sondern den Hochleistungs- und Berufssport“, meinte Stickelberger.

Die Kritik an der Münchner Schwerpunktstaatsanwaltschaft sei „nicht nachvollziehbar“, sagte die bayerische Justizministerin Beate Merk am Dienstag. “169 Anklagen und Strafbefehle sowie insgesamt 42 Jahre und 8 Monate Freiheitsstrafe in den letzten drei Jahren können sich mehr als sehen lassen! Dass es bislang Erfolge vor allem im Bereich Bodybuilding/Kraftsport gibt - ein Bereich, der übrigens keineswegs verharmlost werden darf - und nicht im Wettkampfsport, liegt allein daran, dass das geltende Recht erhebliche Defizite aufweist und insbesondere nicht beim dopenden Sportler selbst ansetzt“, betonte Merk. „Mein Gesetzentwurf, der diese Lücke schließt, liegt seit langem auf dem Tisch.“

dpa

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