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Sport-Welt Britta Steffen und Daniela Schreiber schwimmen ins Finale
Sport Sport-Welt Britta Steffen und Daniela Schreiber schwimmen ins Finale
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20:20 15.12.2012
Britta Steffen hat bei der WM in Istanbul das Finale über 50 Meter Freistil erreicht. Quelle: dpa
Istanbul

WM-Superstar Ryan Lochte schwamm seinen nächsten Weltrekord schon im Halbfinale, Britta Steffen hingegen sieht sich nicht in der Position für eine zweite Goldmedaille. 24 Stunden nach ihrem Sieg über die 100 Meter Freistil zog Steffen bei der Kurzbahn-WM in Istanbul mit der drittbesten Zeit ins Finale über die halbe Distanz ein. Die 29-Jährige schwamm am Sonnabend 24,27 Sekunden und war damit zwölf Hundertstel langsamer als die Weltjahresbeste und Europameisterin Aliaksandra Herasimenia aus Weißrussland. „Herasimenia schwimmt morgen eine 23 hoch, und das kann kein anderer hier aus dem Feld“, sagte Steffen über die Topfavoritin.

Schon vor dem Finale am Schlusstag zog die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 ein positives Fazit der Kurzbahn-WM: „Ich bin sehr locker und freu mich, dass das insgesamt sehr gut gelaufen ist. Ich denke, dass ich morgen noch mal 'ne Chance hätte, nach einer Medaille zu greifen. Darauf wetten würde ich aber auch nicht, denn es kann immer so viel passieren.“ Steffens Vereinskollegin Daniela Schreiber aus Halle/Saale scheiterte als Zwölfte in 24,81.

Lochte knackte bereits im Halbfinale über 100 Meter Lagen einen weiteren Weltrekord. Der US-Star unterbot in 50,71 Sekunden die drei Jahre alte Bestmarke des Slowenen Peter Mankoc um fünf Hundertstelsekunden. Lochte hatte am Vortag bereits den eigenen Weltrekord über die doppelte Lagen-Distanz verbessert. Bisher hat der fünfmalige Olympiasieger in Istanbul vier WM-Titel gewonnen.

Olympiasiegerin Ruta Meilutyte stellte ihren zweiten Europarekord auf. Die 15-jährige Litauerin unterbot beim Sieg über 100 Meter Brust in 1:03,52 Minuten die erst drei Wochen alte Bestmarke der Dänin Rikke Moeller Pedersen um sechs Zehntelsekunden. Zuvor hatte Meilutyte bereits die kontinentale Bestmarke über die halbe Distanz geknackt.

Neben ihr trumpfte ein weiteres Wunderkind der London-Spiele auf. Chinas 14 Jahre alte Ye Shiwen verpasste über 200 Meter Lagen in 2:04,64 Minuten den Weltrekord nur um vier Hundertstelsekunden. Den WM-Titel über 50 Meter Rücken sicherte sich in 23,04 Sekunden der Australier Robert Hurley, Brasiliens Nicholas Santos gewann in 22,22 die 50 Meter Schmetterling. Die Freistil-Staffel der US-Frauen siegte über 4 x 100 Meter in 3:31,01 Minuten.

Steffen und Schreiber waren die einzigen deutschen Akteure des Abends. Am Morgen hatten über 100 Meter Freistil Yannick Lebherz (Potsdam) und Christoph Fildebrandt (Wuppertal/Uerdingen/Dormagen) das Halbfinale verpasst. Ebenso scheiterte die Essenerin Paulina Schmiedel über 100 Meter Schmetterling.

Theresa Michalak (Halle/Saale) verpasste als 13. über 200 Meter Lagen den Endlauf. „Ich fühle mich hier richtig beschissen. Die Halle kann man auch total vergessen. Überall zieht's, es ist kalt. Man fällt nach dem Rennen fast die Treppe runter, weil es so steil ist, also alles passt hier nicht so richtig“, sagte die Kurzbahn- Europameisterin von 2011 über die halbe Distanz.

dpa

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