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Sport-Welt Biathlet Andreas Birnbacher gewinnt erstes Weltcup-Rennen
Sport Sport-Welt Biathlet Andreas Birnbacher gewinnt erstes Weltcup-Rennen
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19:28 07.12.2012
Andreas Birnbacher hat dank einer fehlerfreien Schießleistung das erste Biathlon-Weltcup-Rennen dieser Saison gewonnen. Quelle: dpa
Hochfilzen

Ganz oben auf dem Podest lächelte Andreas Birnbacher verschmitzt, als der knapp geschlagene Martin Fourcade symbolträchtig den Fuß auf die oberste Stufe des Siegertreppchens stellte. Um 0,4 Sekunden hatte der Schlechinger den Biathlon-Dominator aus Frankreich im Sprint-Wettkampf besiegt - und nach Platz zwei beim Verfolgungsrennen in Östersund hinter dem Weltcup-Gesamtsieger bei der nächsten Station in Hochfilzen den Spieß umgedreht. „Dass es so gut geht, habe ich nicht erwartet. Ich bin umso glücklicher, dass es gereicht hat“, sagte der stolze Sieger.

Für die deutschen Damen reichte es beim Sprint-Sieg der Weißrussin Darja Domratschewa gerade so zu einem Top-Ten-Platz durch Miriam Gössner auf Rang neun. „Das ist schon einmal ein Fehler weniger als in Östersund. Wenn ich mich weiter so steigere, bin ich bei der WM in Topform“, sagte sie nach ihren vier Fehlschüssen. Nach zwei Strafrunden über die 7,5 Kilometer kam Andrea Henkel hinter Nadine Horchler (Rang 13) auf Platz 17.

Hätte Gössner so wie die achtmalige Weltmeisterin Henkel geschossen, sie hätte das Rennen am Freitag als Siegerin beendet. „Das ist ein kleiner Trost. Aber wir machen Biathlon und keinen Langlauf. Die große Baustelle bei der Miri bleibt mit dem Schießen bestehen“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Am Vortag hatte seine Mannschaft die Diskussion um die Lücke, die der Rücktritt der Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner hinterlassen hat, für beendet erklärt - doch das Leistungsloch ist noch lange nicht geschlossen.

Gleich im ersten Weltcup-Rennen nach dem Rücktritt des dreimaligen Olympiasiegers Michael Greis Mitte der Woche zeigten die deutschen Biathlon-Männer, wie schon in Östersund, dass sie schon viel weiter sind. „Das Team weiß, dass es aus eigener Kraft wieder konkurrenzfähig ist“, sagte Bundestrainer Fritz Fischer. Vor allem wegen Andreas Birnbacher.

Mustergültig hat der 31-Jährige die persönliche Wende geschafft. Bei Olympia 2010 noch der Staffel-Depp, ist er nun gereift. „Vom Kopf her bin ich einen Schritt weiter gekommen. Ich gehe anders in die Rennen, als ich es noch vor ein paar Jahren gemacht habe“, sagte er. „Schlüsselerlebnis war Vancouver, wo ich die Staffel verschossen habe und ziemlich tief gefallen bin. Wenn man sich aus so einem Tief wieder herauszieht, bringt das einem viel mehr, als wenn man gute Ergebnisse schafft“, erklärte er.

Im Tiroler Winter-Wunderland mit Nummer 45 gestartet, musste Birnbacher nach einem fehlerfreien Schießen lange warten, ehe sein fünfter Weltcup-Sieg feststand. „Er hat das Rennen am Schießstand gewonnen“, lobte Fischer. Weltcup-Spitzenreiter Fourcade hatte sich mit der Nummer 83 auf die Zehn-Kilometer-Strecke gemacht. Der dreimalige Weltmeister von Ruhpolding leistete sich im Liegenschießen zwar einen Fehler, lag aber nach dem Stehendanschlag wieder knapp in Führung. „Ich bin erst einmal zum Ausjoggen gegangen und habe gar nicht soviel mitbekommen. Beim Hochlaufen hat mir dann die Uschi Disl gesagt: Hey, Du hast gewonnen mit 0,4 Sekunden.“

Und so wurde Birnbacher überschwänglich gefeiert, als er endlich wieder im Stadion auftauchte. Während der Schlechinger im 12,5-Kilometer-Rennen am Samstag seinen knappen Vorsprung verteidigen will, müssen die anderen deutschen Skijäger wie der 14. Erik Lesser und der 40. Arnd Peiffer Rückstände aufholen. „Die Ausgangspositionen für den Verfolger sind gut, auch wenn es von den Platzierungen her nicht so aussieht“, sagte Bundestrainer Mark Kirchner. Und auch die Damen wollen am Sonnabend wieder angreifen.

dpa

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