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Sport-Welt Beim THW Kiel steht weiterhin die Null
Sport Sport-Welt Beim THW Kiel steht weiterhin die Null
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07:47 30.03.2012
Foto: THW-Trainer Alfred Gislason kann eine entspannte Saison seiner Mannschaft genießen.
THW-Trainer Alfred Gislason kann eine entspannte Saison seiner Mannschaft genießen. Quelle: dpa
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Kiel

Das „M-Wort“ will an der Förde noch immer niemand in den Mund nehmen. Selbst wenn der THW Kiel seine imposante Bilanz in der Handball-Bundesliga am Mittwochabend mit dem 36:28 über den Tabellenzweiten Füchse Berlin auf 52:0 Punkte in 26 Spielen ausgebaut hat und den Sekt für den 17. Meistertitel schon kaltstellen kann. Denn wer soll bitteschön den Turnverein Hassee-Winterbek aufhalten? Ob Meister HSV Hamburg, Nordrivale SG Flensburg-Handewitt, die ambitionierten Rhein-Neckar Löwen oder der ärgste Verfolger Füchse Berlin – alle bezogen sie Prügel von den Kielern.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie immer wieder Moral zeigt und Spaß und Spielfreude auf den Platz bringt“, sagt Trainer Alfred Gislason, der fachlich und menschlich ein Großer in der Trainergilde ist. Die letzte Niederlage in der Liga kassierten die Kieler am 4. Mai 2011 in Magdeburg (24:30), die letzte Heimpleite liegt sogar noch länger zurück (6. April 2011/31:33 gegen Rhein-Neckar Löwen). Saisonübergreifend stehen die Norddeutschen nunmehr bei 29 Siegen. Europaweit ist das allerdings keine Bestmarke. Die hält RK Zagreb, Kiels Gegner im Viertelfinale der Champions League. Die Kroaten brachten es in der nationalen Liga sogar auf 117 Siege in Serie.

Wie überlegen der THW in der sogenannten stärksten Handballliga der Welt ist, gibt auch das Torverhältnis wieder. Das weist ein Plus von 243 Treffern aus. Flensburg, die Füchse oder Hamburg haben lediglich ein Polster von weniger als 100 Toren. „Kiel spielt dieses Jahr in einer anderen Liga“, meint der Berliner Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen. „Zum Glück war der Toreunterschied nicht zweistellig.“

Wen wundert es da, dass der THW jetzt Geschichte schreiben will. Als erstes professionelles Ballsportteam Deutschlands hat er sich eine verlustpunktfreie Saison als Ziel gesetzt. Noch stehen acht Partien aus. Spieler und Trainer halten sich bei Ankündigungen vornehm zurück. „Wir schauen nicht auf die Tabelle. Wir messen uns an unserer Leistung im letzten Spiel“, versichert Kapitän Marcus Ahlm. Zumindest Torjäger Filip Jicha bekennt: „Unser Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen.“ Fast im Vorbeigehen können die „Zebras“ so die Uralt-Bestmarke des VfL Gummersbach auslöschen: In der Saison 1974/75 blieben die Oberbergischen in der zweigleisigen Bundesliga eine komplette Spielzeit unbesiegt. Allerdings leisteten sie sich drei Unentschieden.

dpa

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