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Sport-Welt Bei den deutschen Handballern hält die Aufbruchstimmung an
Sport Sport-Welt Bei den deutschen Handballern hält die Aufbruchstimmung an
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09:04 25.01.2013
„Es hat selten so viel Spaß gemacht“: Handball-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen. Quelle: dpa
Saragossa

Einige der deutschen Spieler zogen es vor, nach dem Abschlussbankett durchzumachen bis zur morgendlichen Busabfahrt um 6.13 Uhr nach Madrid. Zu den Mitbringseln in die Heimat gehört die Erkenntnis, mit dem 5. Platz zumindest numerisch wieder zurück zu sein in der Weltspitze – das beste Ergebnis seit 2009 (ebenfalls Platz 5). Und das mit einer Mannschaft mit sieben WM-Debütanten, der man dies im Vorfeld so nicht zugetraut hatte. Denn die Oliver Roggisch und Co. begeisterten in Spanien mit modernem Spiel: mit Highspeed-Handball aus einer beweglichen, taktisch klug eingestellten Abwehr heraus.

Der Morgen nach dem Viertelfinale war auch eine Mischung aus Enttäuschung und Stolz. Der Regen zum Abschied passte ins Bild. „Es fällt mir schwer, unser Ausscheiden schönzureden. Es hat selten so viel Spaß gemacht, in der Nationalmannschaft zu spielen“, sagte Sven-Sören Christophersen. Gegen die Spanier waren es Nuancen, die den Unterschied ausmachten: zwei, drei ausgelassene Topchancen zu viel, torlose neun Minuten, in denen man keine Antwort auf Spaniens offensive 6:0-Abwehr fand, und das Fehlen eines probaten Mittels, um Julen Aguinagalde, den Koloss am Kreis, zu stoppen. „Spaniens Abwehr war flexibler, und wir haben im Angriff ein paar Chancen zu viel liegen lassen“, sagte Bundestrainer Martin Heuberger.

Michael Haaß fand es „bitter, so zu verlieren.“ Der Spielmacher meinte zugleich: „Wir kehren anders als die Jahre zuvor erhobenen Hauptes nach Deutschland zurück, haben wieder Begeisterung für den Handball entfacht.“ Die gestiegenen TV-Quoten – gegen Spanien sahen im Schnitt sieben Millionen Zuschauer zu – und zahlreiche Glückwünsche, E-Mails und SMS belegen: Seit dem goldenen Jahr 2007 hat es solch eine Sympathiewelle in Deutschland nicht gegeben. „Das schafft kein Klub, mag er noch so erfolgreich sein“, sagte Ex-Bundestrainer Heiner Brand.

Kapitän Roggisch gewinnt dem WM-Aus auch Positives ab: „Das ist ein Lernprozess nicht nur für die Jüngeren, auch für die Älteren. Diese Mannschaft ist noch lange nicht am Ende.“ Das sieht auch Heuberger so: „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht zurück in der Weltspitze.“ Der Charakter der deutschen WM-Mannschaft hat ihm sehr gut gefallen. „Das wird auch in Zukunft ein wichtiger Punkt für mich sein. Wir haben sicher nicht die besten Einzelspieler, aber einen super Teamgeist.“

Womit auch gemeint ist: Sollten Uwe Gensheimer, Holger Glandorf und Lars Kaufmann, die in Spanien fehlten, zurückkehren, werden sie eine andere Nationalmannschaft vorfinden als die, die sie verlassen haben. Die Generation Zukunft hat das Kommando übernommen.

Jens Kürbis

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