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Sport-Welt Attacke im neuen „Hannover-Polo“
Sport Sport-Welt Attacke im neuen „Hannover-Polo“
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08:31 17.01.2015
Von Carsten Schmidt
Stolz auf den neuen Rennwagen: Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala, Andreas Mikkelsen, Heinz-Jakob Neußer, Jost Capito (obere Reihe, v. links), Julien Ingrassia, Miikka Anttila und Ola Floene (untere Reihe, v. links) stellen sich vor der 2015er-Ausgabe des VW Polo R WRC auf. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Von wegen verteidigen. Volkswagen Motorsport gibt sich angriffslustig vor der dritten Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft. Dabei ist es naheliegend, dass nach vier Titeln in der Fahrer- und der Herstellerwertung in den Vorjahren wieder die 1. Plätze in beiden Wertungen ausgegeben werden. Aber VW-Markenvorstand Heinz-Jakob Neußer, Motorsportdirektor Jost Capito und Weltmeister Sébastien Ogier sagten auch übereinstimmend: „Wir freuen uns, dass Sébastien Loeb bei der Rallye Monte Carlo mitfährt.“

Das einmalige Comeback des Elsässers, neunmaliger Weltmeister, im Citroën, macht es für VW schwerer, die traditionsreiche Rallye in den Seealpen (Start am Donnerstag) zu gewinnen. Doch diese Herausforderung sucht das Team aus Hannover-Vahrenheide, weil mancher Erfolg in den beiden vergangenen Jahren doch zu überlegen und selbstverständlich eingefahren wurde. „Wenn Loeb fährt, wächst auch das Publikumsinteresse“, sagte Ogier. Und der 30-Jährige weiß, dass ein eigener Sieg über den legendären Landsmann im Heimrevier rund um seine Geburtsstadt Gap besonders schwer wiegt.

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Angriffslust strahlt auch der neue Rennwagen aus. Der VW Polo R WRC (Ausgabe 2015) ist in zwei Blautönen lackiert, mit zackigen Streifen an den Seiten. Bisher hatte die Karosserie einen weißen Grund. Der Heckflügel ist zudem flacher geneigt. „Wir haben 75 Prozent aller Teile überprüft“, sagte Capito.

Die gravierendste Veränderung bietet die Schaltwippe, die den Schalthebel ablöst. „Nun hat der Fahrer permanent beide Hände am Lenkrad“, sagte Capito. Zudem sei der Polo leichter, widerstandsfähiger und stabiler durch die Modifikationen geworden, ergänzte der Motorsportchef. Einen Vorteil verspricht er sich auch von dem leichteren Motor, der nun genau die mindestens geforderten 81,5 Kilogramm wiegt.

Volkswagen Motorsport fühlt sich zudem gut gerüstet, weil der neue Polo 5000 Testkilometer absolviert hat. „Interesse und Rückhalt für den Motorsport sind bei Volkswagen riesig“, sagte Capito. Und die Erwartungen auch, weil der Hersteller auf den Titel-Hattrick hofft. „Wir müssen aber nicht jedes Rennen gewinnen“, beruhigt Neußer.

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