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Sport-Welt Atemberaubende Aufholjagd
Sport Sport-Welt Atemberaubende Aufholjagd
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22:43 24.09.2009
Von Björn Franz
Die Scorpions v.li.: Tino Boos, Andre Reiss und Goalie Levente Szuper gegen Düsseldorfs Even Kaufmann. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Denn die Art und Weise, in der sich die Gastgeber nach einem 0:3-Rückstand gegen die Düsseldorfer EG im Schlussabschnitt noch einmal ins Spiel zurückkämpften, war tatsächlich bemerkenswert. Binnen nicht einmal einer Viertelstunde glichen sie zum 3:3 aus. Und trotz der Tatsache, dass die Scorpions die Partie am Ende mit 3:4 (0:2, 0:1, 3:0) nach Penaltyschießen verloren, dürften sich wohl die meisten der 3557 Zuschauer mit einem guten Gefühl auf den Heimweg gemacht haben.

Dabei hatte es über weite Strecken des Spiels keineswegs so ausgesehen, als wenn die Gastgeber bei der Revanche für das Halbfinal-Aus der vergangenen Saison etwas Zählbares in eigener Halle behalten würden. Zu schwach war ihr Auftritt gewesen. Und vor allem hatten sie sich wieder einmal zu viele Nachlässigkeiten in der eigenen Zone erlaubt. War der Düsseldorfer Führungstreffer durch Ryan Caldwell in Überzahl noch schwer zu verteidigen gewesen, machten es die Hannoveraner der DEG danach vor ihrem Tor viel zu leicht. Erst kam Craig MacDonald frei zum Schuss und ließ den zu Beginn nicht immer sicher wirkenden Scorpions-Keeper Levente Szuper schlecht aussehen. Und dann konnte Rob Collins nach Vorarbeit von Daniel Kreutzer unbedrängt zum 0:3 einschieben.

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Zu diesem Zeitpunkt hätten wohl nicht viele Zuschauer damit gerechnet, dass die Gastgeber noch einmal ins Spiel zurückfinden würden. Doch sie kamen zurück und erarbeiteten sich das Glück dabei im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem die Düsseldorfer bis dahin kompromisslos vor dem eigenen Tor aufgeräumt hatten, stocherte Nikolaus Mondt den Puck aus dem Gewühl heraus wenige Zentimeter über die Linie.

Es war der Auftakt zu einer Aufholjagd, die wie schon am vergangenen Sonntag in Iserlohn zumindest noch mit einem Zähler belohnt wurde. Und in der die Scorpions es im Gegensatz zu den vorausgegangenen 50 Minuten endlich schafften, an die Abpraller heranzukommen. Andy Reiss und Ben Cottreau trafen jeweils im Nachsetzen und retteten die Hannoveraner doch noch in die Verlängerung und ins Penaltyschießen. Doch jedes Mal werden es sich die Scorpions, bei denen Nikolai Goc wegen eines Kapselrisses in der Schulter voraussichtlich nur zwei bis drei Wochen fehlen wird, leisten können, dem Gegner so viel Vorsprung zu geben. Das weiß auch Trainer Hans Zach: „Wenn wir es nicht schaffen, diese leichten Gegentore abzustellen, dann brauchen wir in der Tabelle nicht nach vorne zu schauen.“

Tore: 0:1 (7:01) Caldwell (Holzer, Reid bei 5-4), 0:2 (15:57) MacDonald (Murphy, Kaufmann), 0:3 (30:01) Collins (Kreutzer, Reimer), 1:3 (44:24) Mondt (Mitchell, Dzieduszycki), 2:3 (53:15) Reiss (Dolak, Vikingstad), 3:3 (58:01) Cottreau (Brimanis, Boos bei 5–4), 3:4 (Penalty) Courchaine – Zuschauer: 3557 – Strafminuten: Hannover 8, Düsseldorf 12 – Beste Hannoveraner: Andy Reiss, Nikolaus Mondt und Tino Boos – Nächstes Spiel: Kölner Haie – Hannover Scorpions (Stg., 19.30 Uhr).

Björn Franz 24.09.2009
Norbert Fettback 21.09.2009