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Sport-Welt Adrie de Vries feiert vier Siege hintereinander auf der Neuen Bult
Sport Sport-Welt Adrie de Vries feiert vier Siege hintereinander auf der Neuen Bult
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21:53 08.08.2010
Sieger im Hauptrennen: Jiri Palik (links). Quelle: Florian Petrow
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Dass der 41-Jährige seit Jahren zu den Besten seiner Zunft in Deutschland zählt, ist bekannt. Nicht grundlos ist er beim namhaften deutschen Gestüt Schlenderhan als Privatjockey tätig und gilt im Winter seit einigen Jahren als die Nummer 1 in Katar.

Die Ausrufezeichen vor 13.500 Besuchern, der zweitbesten Zuschauerzahl in dieser Saison in Langenhagen, setzte de Vries im Großen Preis der Eilert Bauunternehmung, dem mit 52.000 Euro dotierten 20. BBAG Auktionsrennen, und im Listenrennen für Stuten. Im Auktionsrennen führte er den favorisierten Low Key aus dem Besitz von Georg Baron von Ullmann (Trainer Jens Hirschberger) zu einem hart erkämpften Sieg. Empire Storm und der auf der Zielgerade heranfliegende Sir Oscar lagen nur knapp zurück. Nur im Mittelfeld landete der von Christian Sprengel trainierte Tettman, Inferno von Hans-Jürgen Gröschel wurde Letzter.

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Kurz zuvor hatte der Niederländer den Großen Preis von Audi Hannover, ein Listenrennen für Stuten, mit Intarsia für sich entschieden. Das Pferd, das vom ehemaligen Erstliga-Fußballprofi Markus Münch in Mannheim vorbereitet wird, hatte ebenfalls den besten Endspurt knapp vor Near Galante. „Der Erfolg ist sensationell“, freute sich Münch, der mit de Vries als Reiter auch im 7. Rennen das schnellste Pferd (Dosimo) stellte. Ausgerechnet im wertvollsten Rennen des Tages, dem mit 70.000 Euro dotierten Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung, riss die Serie von de Vries.

Allerdings gelang ihm mit dem Außenseiter Alianthus ein überraschender 3. Platz, damit landeten beide deutlich vor dem hohen Favoriten Frozen Power aus dem Besitz des Scheichs Mohamed al-Makthoum. Der herausragend ausschauende, im Führring vollkommen ruhig und routiniert wirkende Hengst endete mit dem Derbysiegreiter Royston Ffrench nur im Mittelfeld.

Als Sieger feiern lassen konnte sich Sehrezad aus dem Stall von Andreas Löwe in Köln. Mit Jockey Jiri Palik kam der Hengst auf den letzten Metern an Abbashiva vorbei, der für das Gestüt Brümmerhof antrat, das von Gregor Baum, dem Präsidenten des Hannoverschen Rennvereins, und seiner Frau Julia betrieben wird. „Sehrezad hat tollen Speed gezeigt“, freute sich der Siegercoach. Auch Baum war zufrieden, besonders nachdem seine Stuten im Listenrennen nur die letzten Plätze belegt hatten. Zuvor hatte es zwei Baum-Siege gegeben, durch Glamorous und den Zweijährigen Diego (vor dem Sprengel-Schützling Glückskeks).

Für den einzigen Erfolg eines Lokalmatadoren – und wie am letzten Renntag die größte Sensation – sorgte im vorletzten Trainer Christian Sprengel mit Staying Alive. Stattliche 490:10 betrug die Quote für den Sieger.
Nächster Renntag: 12. September in Langenhagen.

Marco Hoffmann