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Olympia 2010 Tobias Angerer stürmt zu Langlauf-Silber
Sport Olympia 2010 Tobias Angerer stürmt zu Langlauf-Silber
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08:22 21.02.2010
Tobias Angerer Quelle: dpa
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Nach seinem Sturmlauf zu Silber lag Tobias Angerer völlig ausgepumpt im Ziel und wurde von seinem Teamkollegen Jens Filbrich fast erdrückt. Vier Jahre nach dem Gewinn von Bronze über 15 Kilometer in Turin sorgte der 32 Jahre alte Vachendorfer am Samstag (Ortszeit) als Zweiter der Doppelverfolgung über 30 Kilometer für den ersehnten Befreiungsschlag im Lager der deutschen Langläufer. „Ich bin überglücklich. Es war ein perfektes Rennen. Beim Skaten ging es von Runde zu Runde schneller. Aber ich war mir so sicher, dass ich diese Medaille gewinnen“, sagte Angerer, der sein insgesamt viertes olympisches Edelmetall einheimste. Im Rennen über 15 Kilometer hatte er in Whistler den siebten Platz belegt.

Gold holte nach einem furiosen Schlussspurt der Schwede Marcus Hellner. Bronze ging an dessen Landsmann Johan Olsson, der das Feld nach einem spektakulären Fluchtversuch bis einen Kilometer vor dem Ziel angeführt hatte. Bei frühlingshaften Temperaturen war es auch Angerers Verdienst, dass die Verfolgergruppe den schon enteilten Olsson noch abfangen konnte. „Am Anfang war es etwas schnell. Da stand ich kurz vor einem Sonnenstich“, gestand Angerer, den Bundestrainer Jochen Behle in höchsten Tönen lobte: „Das hat er sich über alle Maßen verdient. Er hat das sehr clever gemacht. Es ist alles so super. Und auch Fips hat eine grandiose Leistung geboten.“

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„Fips“ Jens Filbrich aus Frankenhain beendete das Rennen bei seinem ersten Auftritt in Whistler an sechster Stelle. Mit dieser Platzierung war er mehr als zufrieden: „Form, Material und Strecke passen. Jetzt will ich auch noch eine Medaille.“ Rene Sommerfeldt aus Oberwiesenthal wurde 21. mit 2:00,5 Minuten Rückstand auf den Sieger. Der als Ersatz für den erkälteten Axel Teichmann aufgebotene Tom Reichelt aus Oberwiesenthal belegte mit einem Rückstand von 6:01,8 Minuten den 35. Rang.

Sich in der Spitzengruppe zeigen und bei Ausreißversuchen mitgehen lautete die taktische Vorgabe für die bei der ersten Olympia- Entscheidung über 15 Kilometer bis auf Angerer abgehängten deutschen Langläufer. Vor allem Filbrich erfüllte diese Forderung des Trainers. Der 30-Jährige aus Frankenhain hielt auf der Klassik-Strecke engen Kontakt zu den Führenden, und auch Angerer und Sommerfeldt blieben in Lauerstellung. Vorne machte Lukas Bauer mächtig Druck. Durch das hohe Tempo des Tschechen wurde das Feld frühzeitig auseinandergerissen und auch Reichelt verlor schon bald den Anschluss.

Zum Skiwechsel kamen Filbrich als Vierter und Angerer als Neunter. Zur Halbzeit verschärfte der Schwede Olsson plötzlich das Tempo und zog an der Spitze davon, während seine Landsleute Hellner und Anders Soedergren versuchten, das Feld zu „bremsen“. Die Teamorder der Skandinavier schien aufzugehen, denn der 29 Jahre alte Olsson baute seinen Vorsprung auf bis auf 25 Sekunden aus, während sich im Feld die Favoriten lange Zeit belauerten. Doch Olssons mutige Flucht wurde am Ende nicht mit Gold belohnt, auch weil Angerer aufs Tempo drückte.

dpa

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