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Olympia 2010 Simon Ammann erster Olympiasieger in Vancouver
Sport Olympia 2010 Simon Ammann erster Olympiasieger in Vancouver
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21:45 13.02.2010
Simon Ammann (Mitte) hat Gold gewonnen. Quelle: ap
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Der Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City 2002 gewann am Sonnabend auf der Normalschanze im Whistler Olympic Park überlegen mit 105 und 108 Metern vor dem polnischen Routinier Adam Malysz und dem österreichischen Supertalent Gregor Schlierenzauer. Der 31-jährige Uhrmann aus Rastbüchl fiel von Platz zwei auf Rang fünf zurück. Vize- Weltmeister Martin Schmitt sprang gerade noch in die Top Ten und durfte damit nach einer schwierigen Saison zufrieden sein.

Ammann hüpfte im Zielraum auf und ab und konnte sein Glück kaum fassen. „Ich kann die Situation gar nicht beschreiben“, meinte der 28-Jährige und schlug lachend die Hände vors Gesicht. „Das ist irre!“ Er gewann auch das Dauerduell gegen seine österreichischen Rivalen: Schlierenzauer setzte mit 106,5 Metern im zweiten Sprung zunächst ein Ausrufezeichen, doch es reichte am Ende nicht zum Sieg. Andreas Kofler und Wolfgang Loitzl, die Sieger der Vierschanzentournee der beiden letzten Jahre, gingen leer aus. Auch Thomas Morgenstern, der Doppel-Olympiasieger von Turin, ärgerte sich nach einem verpatzten zweiten Durchgang maßlos und wurde nur Achter.

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„Vor vier Jahren war’s schlimmer“, meinte Uhrmann, der in Turin Olympia-Bronze nur um die Winzigkeit von 0,5 Punkten verpasst hatte. „Ich hatte die Ausgangsposition für eine Medaille und bin sehr stolz darauf, dass ich mir diese in den zwei, drei vergangenen Jahren erarbeitet habe.“ Gerade der Familienvater hatte sich für seine dritten Spiele so viel vorgenommen und will dieses Mal unbedingt „mit Edelmetall um den Hals nach Hause kommen“. 2007 erlebte er den Tiefpunkt seiner Karriere, als er im ersten WM-Training schwer stürzte und wegen eines komplizierten Mittelfußbruches lange ausfiel. Nun muss er auf Edelmetall auf der Großschanze und im Teamwettbwerb hoffen.

Uhrmann, wie Schmitt Team-Olympiasieger von 2002, lag nach dem ersten Durchgang mit 103,5 Metern noch auf Rang zwei, kam aber dann nur auf 102 Meter. Der 32 Jahre alte Schmitt aus Furtwangen (99,5+103,5) wurde Zehnter, der Berchtesgadener Michael Neumayer (101+99,5) kam auf Rang 16. „Ich bin schon zufrieden, der erste Sprung war nicht ganz optimal. Mit dem Ergebnis kann ich auf jeden Fall leben“, meinte Schmitt. Der Vize-Weltmeister war seiner vierwöchigen Wettkampfpause wegen eines Erschöpfungssyndroms aber rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt wieder in Form gekommen.

Bitter endete der Wettbewerb für Youngster Pascal Bodmer: Der 19- jährige Debütant aus Meßstetten ging vor dem ersten Sprung der Reißverschluss kaputt. Nach einigen hektischen Minuten musste er nachspringen, schied aber mit 95,5 Metern aus. Bodmer war nach seinem Missgeschick tief enttäuscht: Der Siebte der Vierschanzentournee durfte mit offenem Anzug laut Reglement nicht springen. So eilte Christian Winkler, Assistenzcoach von Bundestrainer Werner Schuster, nach oben und reparierte den Verschluss mit einem Stück Draht. „Man stellt sich sein olympisches Debüt natürlich anders vor“, meinte Bodmer. „Ich mach’ 500 Sprünge im Jahr und nie passiert so was.“

dpa

13.02.2010
13.02.2010