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Olympia 2010 Hüfner auf Gold-Kurs: „War schon ganz gut“
Sport Olympia 2010 Hüfner auf Gold-Kurs: „War schon ganz gut“
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16:50 16.02.2010
Seriensiegerin Tatjana Hüfner Quelle: dpa
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Rodlerin Tatjana Hüfner ist bei der Olympiade in Vancouver auf Goldkurs: „Es war schon ganz gut. Aber es gibt noch Kleinigkeiten zu verbessern“, sagte die zweimalige Weltmeisterin. „Ich werde mich frühzeitig ins Bett legen und morgen früh den Schlitten noch fertig machen.“

Überraschend knapp hinter Hüfner lag Nina Reithmayer aus Österreich auf dem zweiten Rang noch vor Natalie Geisenberger. Anke Wischnewski landete zur Halbzeit auf dem fünften Rang. Am Sonntag hatten Olympiasieger Felix Loch und Silber-Fahrer David Möller für den ersten großen Jubel im deutschen Rodel-Lager gesorgt.

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Als Reaktion auf den tödlichen Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili am vergangenen Freitag waren die Frauen vom Junioren-Start ins Rennen gegangen. Viele Frauen kamen nur mehr schlecht als recht mit dem ungewohnten „Slalom-Start“ zurecht. So patzte die kanadische Hoffnungsträgerin Alex Gough gleich im ersten Lauf und musste sich schon nach den ersten Metern von ihren Medaillenhoffnungen verabschieden. Auch Hüfner lag zunächst als Dritte im Hintertreffen. Im zweiten Lauf zündete die 26-Jährige dann aber den Turbo und fuhr mit einer fulminanten Fuhre zur Halbzeitführung.

Angst vor der langen Nacht vor den beiden entscheidenden Läufen hat die Oberwiesenthalerin nicht. „Ich bin ja in Turin damit ganz gut zurechtgekommen.“ Die zweimalige Olympiasiegerin Sylke Otto, die das Rennen als Zaungast verfolgte, war von dem stark entschärften Kurs alles andere als angetan. „Das ist eigentlich nicht olympia-like“, befand Otto. „Aber man kann es nicht ändern. Und es ist ja für alle gleich.“ Thomas Schwab, Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), sah keinen Grund zur Klage: „Man muss es so nehmen, wie es ist.“

Der Junioren-Start, der die Frauen zu einem regelrechten Haken auf den ersten Metern zwang, sorgte bei Beobachtern für Stirnrunzeln. Fast schon peinliche Züge nahm das Entfernen der olympischen Ringe an, die aus Textilmaterialien kurz unter der Eisoberfläche angebracht waren und die sich durch das ramponierte Eis verselbstständigten. Wäre eine Athletin dort mit ihrer Kufen hängengeblieben, wäre das olympische Rennen für sie gelaufen gewesen.

dpa