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Lokalsport Stadtallendorfs Abstieg ist besiegelt
Sport Lokalsport Stadtallendorfs Abstieg ist besiegelt
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17:55 11.05.2019
Kristian Gaudermann (rechts, im Hinspiel gegen Ulms Aron Viventi) erkämpfte mit Stadtallendorf ein 2:2 im Donaustadion. Quelle: Thorsten Richter
Ulm

Nach einem 2:2 (0:1) gegen den Tabellensechsten SSV Ulm können sich die Herrenwälder bei sieben Punkten Rückstand auf Platz 14 am letzten Spieltag kommende Woche nun auch rechnerisch nicht mehr retten. Selbst ein Sieg im Donaustadion hätte der Eintracht nicht die Resthoffnung auf den Liga-Verbleib gewahrt, weil der FSV Mainz 05 II binnen weniger Minuten einen 0:1-Rückstand gegen den TSV Steinbach Haiger in einen 2:1-Erfolg drehte.

Stadtallendorfs Cheftrainer Dragan Sicaja setzte mit Anpfiff auf dieselbe Startelf wie in der Vorwoche beim 2:1-Heimsieg gegen die Mainzer „Zweite“. Nach anfänglichem Abtasten beider Teams hatte Ulms Thomas Rathgeber in der achten Minute die beste Tormöglichkeit in einer chancenarmen Anfangsphase, sein Schuss aus etwa zwölf Metern ging aber knapp am Tor vorbei. Besser machte es Rathgeber elf Minuten später per Strafstoß, nachdem Sapina im Strafraum der Gäste gefoult worden war – 1:0 (19.). In der 28. Minute bot sich Tomislav Baltic die Möglichkeit, per Foulelfmeter auszugleichen. SSV-Keeper David Hundertmark parierte Baltics Versuch jedoch.

Nolte und Vogt drehen die Partie für die Eintracht

Im zweiten Durchgang, den beide Mannschaften etwas holprig begannen, kam die Eintracht aber noch zum Torerfolg. Einen Patzer in der Ulmer Hintermannschaft nutzte Stürmer Felix Nolte eiskalt, um den Ball zum Ausgleich ins Gehäuse zu bugsieren (56.). Damit war der TSV-Stürmer der erste Regionalligaspieler, der den Gastgebern in diesem Kalenderjahr ein Gegentor im Donaustadion einschenkte. Doch in einem nun intensiver werden Spiel kam es für die Eintracht noch besser: Mit einem Schuss in die rechte untere Ecke des Ulmer Kastens drehte Laurin Vogt die Partie zugunsten der Sicaja-Elf (62.).

Die „Spatzen“ hatten durch Felix Higl jedoch die passende Antwort parat. Der SSV-Goalgetter schoss den Ball nach einer Hereingabe unter die Latte, von wo er nach Ansicht des Schiedsrichtergespanns erst hinter der Torlinie aufsprang, ehe er sich wieder Richtung Spielfeld bewegte. In der Folge kam Ulm durch Higl (75.) und Morina (80.) zu weiteren guten Torchancen. Es blieb aber beim 2:2, das die Eintracht auch schon in ihrem ersten Gastspiel im Donaustadion im November 2017 erkämpft hatte.

Für die Eintracht steht am Samstag, 18. Mai (14 Uhr), das vorerst letzte Regionalligspiel an. Im Herrenwaldstadion empfängt der TSV dann die zweite Mannschaft des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.

von Marcello Di Cicco

(Update: In einer ersten Version des Artikels war Felix Nolte als Elfmeterschütze angegeben worden.)