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Lokalsport Torwart ist der große Rückhalt
Sport Lokalsport Torwart ist der große Rückhalt
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08:58 09.05.2019
Der Torhüter des SV Erfurtshausen zeigte beim Überraschungssieg gegen Bracht eine starke Leistung. Quelle: Tobias Hirsch/Archiv
Marburg

21 Jahre ist Henrik Runzheimer erst alt. Dennoch agiert er auf seiner Position bereits in der Manier eines Veterans.

Denn für den Fußball-
B-Ligisten SV Erfurtshausen steht der auszubildende Zimmermann bereits in seiner vierten Saison zwischen den Pfosten. Für die Position des Torhüters bringt Runzheimer Gardemaß mit.

„Ich bin 1,95 Meter groß und war schon immer einer der größeren Jungs. Da lag es nahe, dass man sich ins Tor stellt“, sagt er. Bereits seit seiner Juniorenzeit bei der JSG Mardorf steht er auf der Torlinie und hat den Gefallen an dieser Herausforderung bis heute nicht verloren.

Gegen Bracht den Sieg gerettet

Die Erinnerungen an Erfolge sind verschwommener als die ans Versagen. Die Gegentore, über die sich Runzheimer ärgert, sind noch heute sehr präsent in seinem Kopf. Und er muss keine drei Sekunden überlegen, was ihn am meisten wurmt. Er berichtet von einem direkt verwandelten Eckstoß. „Das bleibt natürlich im Gedächtnis“, versichert der 21-Jährige.

Auch noch gut im Gedächtnis ist der vergangene Spieltag, als er die Offensive des FV Bracht mit einem Dutzend starker Paraden in den Wahnsinn trieb und den 2:0-Überraschungssieg seiner Mannschaft gegen einen deutlich stärkeren Gegner festhielt. „Einzelne Paraden freuen mich natürlich, aber die wirkliche Freude kommt erst, wenn das Spiel vorbei ist und wir drei Punkte haben“, meint Runzheimer.

Guter Draht zu Defensiv-Duo

Eng ist sein Verhältnis vor allem zu Mario Dippel und Swen Schick, das vor ihm agierende Innenverteidigerduo. „Das sind ganz erfahrene Leute, die mir sehr geholfen haben, als ich noch jünger war und gerade in der Mannschaft Fuß gefasst habe“, sagt Runzheimer.

Auf einem Bauernhof aufgewachsen wurde er von seinen Eltern schon früh ins Leben bei Arbeiten im Familienbetrieb eingespannt. „Meine Eltern haben bei der Erziehung großen Wert auf Verlässlichkeit gelegt“, hebt der 21-Jährige hervor. Verlässlichkeit verlangt er von seinen Mitspielern auch. Aber in erster Linie von sich selbst.

von Benjamin Kaiser