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Lokalsport Fast 2 000 Läufer kommen ins Ziel
Sport Lokalsport Fast 2 000 Läufer kommen ins Ziel
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20:05 07.07.2019
Kurz nach dem Start ging es für die Läufer durch die Marburger Innenstadt– zu diesem Zeitpunkt war das Teilnehmerfeld noch dicht beisammen.
Marburg

Der Ultra-Sport-Club Marburg und sein großer 150-köpfiger Helferstab hatten ganze Arbeit geleistet, um den Läufern bei der 22. Auflage des Nachtmarathons optimale Bedingungen zu bieten mit ausreichend Wasserstellen an der Strecke und im Ziel. Fast 2 000 – ganz genau 1 989 – schafften es so auch im Marathon, Halbmarathon oder als Teil einer Staffel ins Uni-Stadion. Organisationschef Eugen Leipner konnte am Tag danach über eine ganz harmonisch verlaufene Großveranstaltung berichten.

Jahr für Jahr beliebter und größer wird der Halbmarathonwettbewerb über 21,1 Kilometer, der für viele Hobby- und Freizeitläufer eine realistische Herausforderung bedeutet – wenn man entsprechend dafür trainiert hat. In diesem Jahr wurden im Ziel 1 168 Halbmarathonis registriert. Dazu finishten 137 Athleten auf der Marathondistanz. Noch größer war die Resonanz beim Staffellauf mit 171 Mannschaften und 684 Läuferinnen und Läufern. Hier konnten sich jeweils vier Starter die Marathondistanz teilen.

Der Nachtmarathon 2019 in Marburg ist am Freitagabend, 5. Juli, gestartet.

Viele der Hobby- und Freizeitläufer freuten sich im Ziel und umarmten sich. Die einen bejubelten eine neue Bestzeit, die anderen waren glücklich, dass sie den persönlichen inneren Schweinehund besiegt hatten. Ganz vorne wurde natürlich um jede Sekunde und jeden Platz gekämpft.

Halbmarathon

Jeder, vom 1:13-Stunden-Sieger bis zum Letzten, der nach 4:53 Stunden das Ziel erreichte, wurde gefeiert. Kurz nach dem Start sah man den späteren Sieger David Schön vom TSV Krofdorf-Gleiberg zusammen mit den schnellsten Staffelläufern bereits an der Spitze. Schon am Hirsefeldsteg nach 11 Kilometern hatte sich der 30-Jährige einen sicheren Vorsprung herausgelaufen, den er bis ins Ziel auf mehr als drei Minuten ausbaute. Er gewann überlegen nach 1:13,39 Stunden. 

Platz zwei ging an den M-45-Sieger Dr. Markus Schraub, der mit 1:16:59 Stunden auf die Sekunden genau die gleiche Zeit wie im Vorjahr lief, wo er ebenfalls die M 45 gewonnen und im Gesamtfeld Platz vier belegt hatte. Den Bronzerang sicherte sich sein Vereinskamerad Lars Siegmund (Sportfreunde Blau-Gelb Marburg), der direkt aus dem Polizeidienst heraus nach guten 1:18:75 Stunden als M-40-
Sieger aus dem Rennen hervorging.

Keine Unbekannte in der Region ist die Frauensiegerin Anne-Katrin Müller (Team Naunheim), die nach 1:26:30 Stunden von Stadionsprecher Artur Schmidt begrüßt wurde. Dahinter kam mit Sarah Haustein in 1:30:31 Stunden die zweite Naunheimerin, gefolgt von der Wiesbadenerin Antonia Mielert, die nach 1:30:25 Stunden über die Zielmatte lief .

Marathon

Die klassische Marathondistanz legten in diesem Jahr drei Männer unter der magischen Drei-Stunden-Grenze zurück. „Marathonsammler“ Robert Wilms (SG Wenden/M 30) siegte souverän in 2:45,29 Stunden. „Es ist mein Ziel, 100 Mal die Marathondistanz unter drei Stunden zurückzulegen“, sagte er im Ziel.

Platz zwei ging drei Minuten später nach 2:48:35 Stunden an den vereinslosen Gabriel Lautenschläger aus Gießen. Auf dem Bronzerang wurde Stammgast Marco Diehl in Marburg nach 2:57:36 Stunden als M-50-­Altersklassensieger von seinen Sportkameraden des DVAG-Marathon-Teams, das mit über 100 Startern angetreten war, lautstark begrüßt. Schnellster heimischer Läufer war als Zwölfter Florian Gediga aus Wenkbach/Weimar in 3:16:05 Stunden.

Bei den Frauen wurde Birgit Schönherr-Hölscher (PV Triathlon Witten) ihrer Favoritenrolle gerecht. Als 17. im Gesamtfeld gewann sie in 3:22,39 Stunden. Die 51-jährige gelernte Sozial- und Heilpädagogin gilt seit Jahrzehnten als 100-Kilometer- und Triathlon-Spezialistin. Sie war schon mehrfach Deutsche 100-Kilometer-Meisterin und 2006 Europameisterin. „3:10 bis 3:25 Stunden kann ich jede Woche laufen. Das ist mein Training im Wohlfühlmodus“, sagte sie. Die Frage, ob sie noch viel in der Woche trainiert, verneint sie: „Dafür laufe ich jedes Wochenende einen Wettkampf.“ In diesem Jahr hat sie unter anderem den Helgoland-Marathon gewonnen und in Kevelaer den Marathon in 3:11:11 Stunden gelaufen. Nun schrieb sie in Marburg ihre Erfolgsgeschichte weiter.

Für internationales Flair sorgte An Hang aus China als Zweite in 3:35:02 Stunden gefolgt von der Zweiten der W 50, Doris Remshagen (TV Refrath), in 3:41:11 Stunden.

Staffeln

Mit im Ziel 171 wurden in Marburg so viele Staffeln wie noch nie gezählt. Daran erkennt man die zunehmende Beliebtheit des gemeinsamen Wettkampfs. Innerhalb einer Mannschaft konnten sich vier Gleichgesinnte die Marathondistanz von 42,195 Kilometern teilen.

Vorne lagen die Vereinsmannschaften, dahinter die vielen Staffeln mit Fantasienamen, bei denen man erst beim Hinsehen erkennen konnte, wer sich dahinter eigentlich verbarg. In Topbesetzung waren die LG Eder, der VfL Marburg und die Laufelite der LG Fulda am Start. Die größte Zuschauerresonanz gab es bei der Staffelübergabe hinter dem Hirsefeldsteg, wo jeder lautstark angefeuert wurde.
Hier schon hatte die LG Eder mit Startläufer Jonas Simon einen Vorsprung gegenüber dem VfL Marburg mit Gastläufer Marc Feussner (ASC Breidenbach) herausgelaufen. Am Ende siegten die LG Eder mit Relin Mehrhoff, Lukas Menke und Micha Thomas in 2:29:20 Stunden vor den Marburgern in 2:32:44 Stunden.

von Helmut Schaake

Ergebnisse

Marathon
Männer, Hauptklasse: 1.Gabriel Lautenschlager (Gießen) 2:48:35 Std. ; 9. David Nalbach (Marburg) 3:29:24; M 30: 1. Robert Wilms (SG Wenden) 2:45:29; 5. Florian Gediga (Wenkbach/Weimar) 3:16:05; 8. Necat Basak (FV Wallau) 3:45:12; 14. Marc Lorenz Döhmer (Marburg) 3.49:55; M 35: 1. Martin Jäger (Großwallstadt) 3:12:34; M 40: 1. Michael Schoppe (LSG Goldener Grund) 3:15:07; M 45: 1. Tobi Duncker (Düsseldorf) 3:18:05; 2. C.M. Dietrich (Marburg) 3:49:22; 4. Alexander Luigs (Marburg) 3:53.20; M 50: 1.Marco Diehl (DVAG Marathon-Team) 2:57:36; M 55: 1. Michael Theiß (TSV Grünberg) 3:28:22; M 60: 1. Bernd Orlowski (LG Olde) 3:27:59; M 65: 1. Norbert Madry (SF Blau-Gelb Marburg) 3:50:59.

Frauen; Hauptklasse: 1. Birgit Schönherr-Hölscher (PV Tri-Witten/W 50) 3:22:29; 2. An Hang (China/W 30) 3:35:03; 3. Doris Remshagen (TV Refrath/2. W 50) 3:41:11.

Staffel (171 im Ziel): 1. LG Eder (Simon, Mehrhoff, Menke, Tomas) 2:29:20; 2. VfL Marburg (Feussner, Möller, Roth, Klein) 2:32:44; 3. LG Fulda 2:37:25; 5. VfL Marburg meeds /LG Osnabrück 2:52:20; 6. VfL Marburg 2 (Lena Ritzel, Julia Altrup, Johanna Sommerkorn, Jakob Möller) 2:53:23; 9. Die Grünen Marburg I 2:58:07; 14. Philipinium Läuft 3:09:30; 18. Team Heiske Marburg 3:12:34; 21. Feuerwehr Marburg-
Mitte 3:15.49; 23. VfL Marburg Triathlon 3:19:56.

Halbmarathon
Männer, Hauptklasse: 1. Sascha Kern (Gießen) 1:22:33; 3. Christopher Bräm 1:23:02; 7. Sören Hartmann 1:26:35; 8. Oliver Fischer (alle Marburg) 1:27:25; 9. Tobias Schütte (VfL Marburg) 1:27:25; 13. Richard Höfer (TTV Schröck) 1:29:19; 14. Tim Beier (Svens Laufshop) 1:29:23; 15. Sebastian Seifert (VfL Marburg) 1:29:41; M 30: 1. David Schön (TSV Krofdorf) 1:13:39; 4. Julian Göbel (SC Rückershausen) 1:26:39; 10. Sebastian Dersch (TV Wetter) 1:35:09; 12. Norman Lang 1:35:30; 13. Christoph Brandt 1:36:45; 17. Nils Becker (alle Marburg) 1:40:33; M 35: 1. Tobias Kaufhold (ohne Angabe) 1:125:13; 4. Simon Weitzel (TC Stadtallendorf) 1:28:56; 10. Jermy Moll (Moischt) 1:36:01; 13. Marco Achenbach (SC Kleingladenbach) 1:37:35; 15. Johann Mayr (TSV Moischt) 1:38:07; 16. Marc Zimmerman (Marburg) 1:38:12; 17. Alexander Stöhr (VfL Marburg) 1:38:40; M 40: 1. Lars Siegmund (SF BG Marburg) 1:18:57; 10. Stefan Kahler (LT Christenberg) 1:38:08; 16. Oliver Miethke (Marburg) 1:44:31; 25. Alex Lerch (Kirche Marburg) 1:48:34; M 45: 1. Dr. Markus Schraub (SF BG Marburg) 1:16:59; 3. Erhard Moog (TV Buchenau) 1:30:30; 7. Andreas Geßler (SG Mornshausen) 1:36:28; 14. Holger Hartung (Baum Marburg) 1:43:54; 16. Heiko Balzer (TSV Erksdorf) 1:46:45; 18. Martin Bamberger (TV Goßfelden) 1:48:12; 20. Armin Hack (VfL Marburg) 1:48:40; M 50: 1. Christoph Sulzer (ASC Friedberg) 1:23:14: 9. Volker Kißling (TTC Ginseldorf) 1:33:39; 12. Ralf Wenzel (Münchhausen) 1:34:47; 15. Martin Brändte (Marburg) 1:37:41; 24. Mario Fritsch (SV Erfurtshausen) 1:43:47; 25. Rainer Schneider (FFW Ebsdorfergrund) 1:43:58; M 55: 1. Hakim Ouahioune (Michelbach/TSV Krofdorf) 1:23:42; 12. Frank Winkler (Wetter) 1:48:04; 15. Volker Reh (Kirche Marburg) 1:49:39; 19. Jürgen Baumgarten (Marburg) 1:52:16; M 60: 1. Hans Peter Schäfer (MTV Gießen) 1:36:49; 7. Dr. Fritz Holst (Marburg) 1:50:53; 12. Volker Weber (Breidenbach) 1:56:19; 13. Michael Pelz (Svens LT) 1:57:00; 21.Dieter Oetzel 2:12:08; 22. Michael Sebald (beide Marburg) 2:12:12; M 65: 1. Ralf Bossert (LG Westerwald) 1:31:46; 4. Harald Weitzel (TSV E. Stadtallendorf) 1:48:18; 5. Werner Zittlau (TSV Cappel) 1:53:08; 8. Peter Müller (Bad Endbach) 2:10:26;9. Elmar Stein (Wolfshausen) 2:18:04; M 70: 1. Harald Heyde (ohne Angabe) 1:48:26; 3. Josef Proksch (Marburg) 1:58:36; M 75: 1. Karl Friedrich Anwander (LC Ravenserg) 1:52:27; 3. Gerhard Prölß (Kirche Marburg) 2:26:10.

Frauen, Hauptklasse: 1. Antonia Mielert (Wiesbaden) 1:30:53; 2. Sarah Haustein (Team Naunheim) 1:30:31; 8. Frederike Michel (Grund) 1:40:22; 10. Ramona Holler (Marburg) 1:41:16. Svenja Lölkes (Cölbe) 1:44:37; 18. Susanne Stuhlmann (Kirchhain) 1:64:42; W 30: 1. Maren van der Meer (Guily) 1:37:50; 8. Rafaelle Canessa (Marburg) 1:51:29; 17. Annika Hofmann (Kirche Marburg) 1:58:03; 21. Sina Krombach (Marburg) 1:59:35; W 35: 1. Christiane Rothman (Marburg) 1:41:25; 10. Nina Quentin (Lahntal) 1:49:42; 15. Evelyn Konrad (TSV Cappel) 2:00:42; 18. Astrid Stula (Marburg) 2:02:26; W 40: 1. Barbara Lopez Fernandez (Endurance) 1:53:27; 5. Katrin Lohse (ASC Breidenbach) 2:04:05; 8. Petra Kachelmus (Biedenkopf) 2:07:28; 9. Dagmar Siegel (Marburg) 2:07:42; W 45: 1. Anne-Katrin Müller (Team Naunheim) 1:26:30; 10. Ursula Keasny (Marburg) 2:03:39; 14. Petra Schorge (TV Gladenbach) 2:08:27; 16. Tanja Schuhmann (Schönstadt) 2:08:52; W 50: 1. Anke Konnertz (Sparkasse Marburg-Biedenkopf) 1:44:10; 3. Heike Schneider (Marburg) 1:45:35; 5. Dr. Christina Greib (Kirchhain) 1:49:35; 6. Christina Benner (Kirche Marburg) 1:50:22; 7. Andrea Wertheim (Schönstadt) 1:57:57; 8. Daniela Ziegler (Marburg) 1:58:29; W 55: 1. Martina Kunze (Team Naunheim) 1:57:51; 3. Claudia Hoffarth (TV Lohra) 2:00:04; 9. Bärbel Camara (TSV Cappel) 2:10:01; W 60: 1. Rosi Hausner (Treiser LWT) 1:50:59; 2. Elke Schneider (Ebsdorfergrund) 2:12:09; 4. Hedwig Riehl (Marburg) 2:43:10.