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Lokalsport Sieg in Belgien mit Spitzenzeit
Sport Lokalsport Sieg in Belgien mit Spitzenzeit
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22:00 26.07.2019
Der 26-jährige Läufer Kilian Schreiner vom ASC Breidenbach gewinnt in Heusden-Zolder.  Quelle: Helmut Schaake
Heusden-Zolder

Wer früher über 5.000 Meter schnell laufen wollte, fuhr nach Koblenz. Heute ist die Reise ins Ausland schon fast ein Muss. Den am besten besetzten Wettkampf finden die Läuferinnen und Läufer im belgischen Heusden-Zolder. Dorthin fährt die deutsche Spitzenklasse schon seit Jahren. Bei Mondschein laufen die Athleten über zwölfeinhalb Runden, um die Olympia-, Weltmeisterschafts- oder Deutschen Meisterschaftsnormen zu unterbieten .

Mittendrin im Laufgeschehen war der 26-jährige Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) aus Gladenbach-Weidenhausen, der in dieser Saison schon Kreisrekorde über 10.000 Meter und über 5.000 Meter aufgestellt hat. Dass er in Belgien mit seiner bisherigen Bestzeit von 14:13,25 Minuten erst im D-Lauf startete, zeigt die Leistungsdichte. In fünf Zeitläufen ging bei diesem Abend-Meeting starke internationale Konkurrenz an den Start.

Schreiner pulverisiert seinen eigenen Kreisrekord

Schreiner nutzte bei idealem Laufwetter mit 20 Grad seine große Chance. Er konnte sich nach einer 3.000-Meter-Zwischenzeit von 8:24 Minuten am Ende sogar noch steigern und auf den letzten beiden Runden selbst die Spitze übernehmen. Schließlich siegte er in seinem Zeitlauf in 13:51,16 Minuten vor dem Engländer Oliver Chignell (13:52,84 Minuten), dem Israeli Jamal Abdmaji (13:54,98) und dem Niederländer Kalid Amin in 13:55,06 Minuten.

Damit pulverisierte er seinen eigenen Kreisrekord von 14:13,25 Minuten, aufgestellt bei der Karlsruher Laufnacht, um bemerkenswerte 22 Sekunden. Folglich fährt er als Elfter in der aktuellen Deutschen Bestenliste am 4. August nach Berlin zu den Deutschen Meisterschaften, bei denen er durchaus Chancen auf einen Platz unter den ersten acht hat.

Im A-Lauf erreichte der mehrfache Deutsche Meister Richard Ringer (LC Rehlingen) hinter Edward Cheserek (USA; 13:04,44 Minuten) und Stanley Withaka Mburu (Kenia; 13:05,21) mit WM-Norm als Dritter in 13:14,43 Minuten die drittschnellste Zeit seiner Karriere. Ein Platz im A-Lauf erhielt auch Amanal Petros (TV Wattenscheid), der sich nach glänzender Renneinteilung als Siebter mit einer neuen Bestzeit von 13:22,52 Minuten belohnte. Den B-Lauf gewann der Schwalmstädter Zahnarzt Florian Orth (LG Regensburg) als drittbester Deutscher in 13:34,16 Minuten.

von Helmut Schaake