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Lokalsport Marburg Saints müssen in die Relegation
Sport Lokalsport Marburg Saints müssen in die Relegation
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07:59 09.05.2019
Die Marburger Defensive versucht Münsters Angriff zu stoppen. Quelle: Dirk Weiershäuser
Marburg

Im letzten Spiel der regulären Saison in der Lacrosse-Bundesliga verpassten die Marburg Saints den erhofften Sieg gegen die Münster Mohawks.

Gegen Münster kamen die Saints zu einem 5:9, müssen sich damit aber nicht verstecken.

Über 80 Minuten gaben die Lahnstädter alles was sie konnten und boten den Münsteranern lange Paroli.

Marburg trifft zuerst

Für die Marburger heißt die Niederlage, dass der direkte Klassenerhalt nicht mehr möglich ist. In den Relegationsspielen gegen das stärkste Team aus der zweiten Bundesliga West können die Saints aber nach wie vor den Abstieg verhindern.

Die Gäste setzten sich mit dem Sieg im Tabellenmittelfeld fest und haben noch die Chance, sich in ihren letzten Spielen gegen Düsseldorf und Bielefeld weiter vorzuschieben.

Motiviert vom Sieg gegen Bielefeld kamen die Marburger, die sich in der Rückrunde etwas gefangen haben, auf dem heimischen Kunstrasen ins Spiel. Nach zunächst torlosen Bekanntmachen beider Offensivreihen gelang es nach 13 Minuten erneut Marburg, das erste Tor im Spiel zu schießen. Spielertrainer Evangelos Panagiotou hielt mit dem einzigen Tor im ersten Viertel die Marburger Hoffnungen aufrecht.

Saints handeln sich Strafen ein

Im zweiten Spielabschnitt meldeten sich dann jedoch die Münsteraner zurück. Jonas Nina gelang der Assist für André Baldauf, der den Ball ins Tor des nach einer Schulterverletzung zurückgekehrten Martin Pauler platzierte. Der Ausgleich sollte jedoch nicht lange anhalten. U-20-Nationalspieler Kai Sontowski brachte vier Minuten später erneut die Gastgeber in Führung.

Dass die Marburger Offensive sich immer wieder ins Spiel zurückkämpfte, lag diesmal auch am Face-off-Spezialisten Sören Harnisch, der den Münsteranern am Punkt keine Chance ließ. Jedoch verspielten die Saints den Ballbesitz immer wieder leichtfertig oder fingen sich unnötige Strafen ein. Das führte in der 35. Minute schließlich zum erneuten Ausgleich durch die Gäste und dem Halbzeitstand von 2:2.

Zum Schluss fehlt die Kraft

Mit Wut im Bauch starteten die Münsteraner ins dritte Viertel und trafen in den ersten zehn Minuten des dritten Viertels vier mal in Folge. Marburg schrieb das Spiel aber nicht ab und kam durch Valentin Papendorf zurück ins Spiel. Als dann eine Minute später Panagiotou erneut traf war wieder alles offen. Auch der Treffer vom Münsteraner Paul Zietsch vier Sekunden vor der Quarterpause dämmte die Marburger Motivation zunächst nicht. Mit 4:7 nach dem dritten Quarter war noch alles möglich.

Die Marburger, die 60 Minuten lang alles gegeben hatten, rannten im letzten Spielabschnitt nach wie vor einem Drei-Punkte-Vorsprung hinterher. Die Münsteraner, die in der 63. Minute zum 4:8 ausbauen konnten, machten das Spiel daraufhin breit und spielten routiniert weiter.

Zwar gelang Kai Sontowski in der 65. Minute noch ein Treffer für die Saints, der jungen Marburger Mannschaft war zum Ende des Spiels aber anzumerken, dass die Kräfte schwanden. Der Gegentreffer zum 5:9 Endstand war dann nur noch eine Frage der Zeit.