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Lokalsport Spiel in Niederklein steht im Fokus
Sport Lokalsport Spiel in Niederklein steht im Fokus
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00:18 28.05.2019
Für die SG Niederklein/Schweinsberg (rechts Niklas Schick gegen Niko Müller vom VfL Neustadt) steht am Sonntag viel auf dem Spiel.  Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Durch den 4:2-Sieg im „Endspiel um den Relegationsplatz“ gegen den VfL Neustadt und die Punktverluste des VfL Dreihausen hat sich der SV Großseelheim auf Platz zwei hochgearbeitet. „Unser Sieg war verdient. Wir haben in den letzten Minuten umgestellt und noch einmal alles riskiert“, sah Großseelheims Trainer Lui Hoß seine taktische Maßnahme belohnt.

Im letzten Spiel bei der SG Niederklein/Schweinsberg geht es für beide um alles: Für Großseelheim um die Aufstiegs-, für die Gastgeber um die Abstiegs-Relegation. „Wenn Dreihausen einen Punkt macht, müssen wir gewinnen. Niederklein/Schweinsberg reicht ein Remis nicht, wenn Wehrda II in Amöneburg gewinnt“, hat Lui Hoss, der für die nächste Saison noch keinen neuen Verein gefunden hat, ausgerechnet.

Niederklein/Schweinsbergs Trainer Manuel Clasani hält das Spiel gegen Großseelheim für die schwerste Aufgabe unter den Konkurrenten Bauerbach II und Wehrda II. „Wir wollen die Relegation möglichst umgehen. Ein Punkt ist unser Minimalziel.“

Die Bauerbacher sind durch eine Negativserie in der Restrunde unerwartet in die Gefahrenzone abgerutscht. Und ausgerechnet in dieser schwierigen Situation geht es zum Tabellendritten VfL Neustadt, der sich noch Chancen auf die Relegation ausrechnen kann. „Für uns ist es wichtig, dass wir Gas geben und uns so teuer wie möglich verkaufen“, erwartet Spielertrainer Bernd Runckel noch einmal vollen Einsatz.

"Wenn wir verloren haben, dann nur knapp"

Für Neustadts Vorsitzenden Klaus Busch kam nach einer „ziemlich guten Rückrunde“ die erste Niederlage zum unpassendsten Zeitpunkt. „Irgendwie kamen wir nicht zurecht. Es war kein gutes Spiel von uns. Zudem war unser Torwart Kurt Nittner durch eine Verletzung gehandicapt“, analysierte er die 2:4-Niederlage in Großseelheim.

Nun wolle man noch einen erfolgreichen Abschluss gegen Elnhausen. Dessen Spielertrainer Rico Seidel sagte nach dem Abstieg: „Das ist schon bitter. Wenn wir verloren haben, dann nur knapp.“ Man wolle sich vernünftig aus der Liga verabschieden.

Der VfL Dreihausen, der die beste Ausgangslage auf die Relegation besaß, fiel nach den letzten Punktverlusten auf Rang drei zurück. „Wir hatten es selbst in der Hand und auch gegen den Tabellenführer Momberg genug Chancen, sind jetzt aber auf Schützenhilfe von Niederklein/Schweinsberg angewiesen“, sieht Trainer Volker Münn die Ausgangslage vor der Partie gegen Wohratal.

Deren Vorsitzender Jens Ratz sah sich vom Auftritt der Mannschaft gegen Momberg enttäuscht: „Wir haben nichts dagegengesetzt. Die Motivation ist weg. Wir sind froh, dass die Runde vorbei ist.“ Für Wehrda II hat Fußball-Abteilungsleiter Stefan Clasani als Minimalziel den Relegationsplatz ausgegeben. „Wir haben die besten direkten Vergleiche, sind allerdings auf Schützenhilfe angewiesen.“

Derby zwischen RSV Roßdorf und SV Mardorf

Gegner Amöneburg steht nach mehreren schweren Spielerverletzungen vor einem personellen Engpass. „Wir werden Schwierigkeiten haben, elf Mann zusammenzukriegen“, sagt Sprecher Volker Schlosser. Die FSG Südkreis sicherte sich mit dem Punktgewinn in Elnhausen den Klassenerhalt. „Kompliment an meine Mannschaft, nach 0:3 noch ein 3:3 zu erreichen“, lobte Spielertrainer Steffen Rechner die Moral.

Dieses Spiel sei allerdings ein Spiegelbild der gesamten Saison gewesen. Man vergebe einfach zu viele Chancen. Gegen Wetter II, das bereits abgestiegen ist, soll in Wenkbach noch ein versöhnlicher Abschluss her. Beim Mitabsteiger Schröck II wird Trainer Jonas Rudolph, der künftig die U 17 der SF BG Marburg übernimmt, vor dem Spiel gegen Rauischholzhausen verabschiedet.

Ebenso wie bei den Gästen Reinhard Grün vom Trainergespann mit Brian Davis, der es nach seiner langjährigen Tätigkeit bei mehreren Vereinen, unter anderem auch bei Schröck II, künftig ruhiger angehen will. Das Beste kommt zum Schluss heißt es für den RSV Roßdorf und den SV Mardorf. Am Sonntag stehen sich die beiden Kontrahenten in Roßdorf zu ihrem traditionsreichen Derby gegenüber.

„Das Hinspiel hat gezeigt, wie schwer es ist, ein Derby zu spielen. Mardorf hat die erfahrenere Mannschaft. Aber Derbys haben einen gewissen Eigenwert“, sieht Roßdorfs Trainer Sebastian Gropp die Ausgangslage. Mardorfs Trainer Karsten Kuhl freut sich darauf, die Runde mit diesem Derby zu beenden. „Wir wollen natürlich gewinnen“, ist sein Ehrgeiz.

von Kurt Arke

Kreisliga A Marburg: FSV Schröck II – Rauischholzhausen (So., 13 Uhr), RSV Roßdorf – SV Mardorf, VfL Neustadt – SV Bauerbach II, SG Niederklein/Schweinsb. – SV Großseelheim (in Niederklein), FSG Südkreis – VfB Wetter II (in Wenkbach), Borussia Momberg – TSV Elnhausen, VfL Dreihausen – TSV Wohratal, TSV Amöneburg – FV Wehrda II (alle So., 15 Uhr).