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Lokalsport Goalballer steigern sich von Spiel zu Spiel
Sport Lokalsport Goalballer steigern sich von Spiel zu Spiel
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07:00 06.06.2019
Das Männer-Team mit Johannes Günther (von links), Stefan Hawranke, Thomas Steiger, Reno Tiede, Michael Feistle, Felix Rogge, Oliver Hörauf, Stefan Weil und Tobias Vestweber wurde Zweiter. Quelle: Privatfoto
Malmö

„Wir sind nun mit zwei Silbermedaillen bei den letzten großen Turnieren kein Außenseiter mehr, sondern Favorit. Damit müssen wir uns mental und auch taktisch auseinandersetzen. Wir sind dankbar dafür, dass wir unsere Schwachpunkte aufgezeigt bekommen haben“, sagte Nationaltrainer Johannes Günther. Gemeint waren damit die Anfangsschwierigkeiten am ersten Turniertag in Malmö.

Die Männer erwischten nämlich einen denkbar ungünstigen Start ins Turnier. Gegen die Ukraine lag das Team schnell 0:4 zurück, doch erkämpfte es sich am Ende noch ein 7:7. Gegen Japan verlief die Partie ähnlich: 0:4 hieß es auch hier früh in der Partie. Das Team fand in der ersten Hälfte in der Offensive überhaupt nicht zur Normalform. Dies steigerte sich in Halbzeit, sodass am Ende ein 11:11 auf der Anzeigetafel stand.

Gegen Weltmeister Brasilien hielten die Männer am zweiten Tag, wie schon bei der WM, sehr gut mit. Zur Pause stand es 2:2, doch fiel das Ergebnis mit 3:9 am Ende ein wenig zu hoch aus für die gezeigte Leistung. Gegen Schweden (12:3) und das ersatzgeschwächte Belgien (11:1) folgten dann zwei ungefährdete Siege. Eine perfekte Leistung zeigte das Team gegen die spielstarken Finnen.

Mit einer hauchdünnen 1:0-Halbzeitführung im Rücken baute man in Abschnitt zwei Stück für Stück den Vorsprung aus und gewann am Ende mit 7:0. Im letzten Spiel des Turniers ging es dann um Silber gegen den amtierenden Europameister und Paralympics-Sieger aus Litauen.

Zuschauer bekamen ein hochklassiges Spiel zu sehen

Die Zuschauer bekamen ein hochklassiges Spiel zu sehen. Die Deutschen um Center Michael Feistle verteidigten auch in diesem Spiel sehr stark. Zudem konnten einige sehr schöne Tore erzielt werden. Am Ende freute sich die Mannschaft über einen verdienten 8:5-Sieg sowie den Gewinn der Silbermedaille.

Bei den Frauen startete das Turnier mit einer Niederlage gegen Israel. Zwar verlief das Spiel recht knapp und am Ende stand gegen eines der Top-Teams nur ein 3:5 auf der Anzeigentafel, doch war sich das Team sicher: Mit einer besseren Abwehrleistung wäre hier mehr drin gewesen.

Gegen Griechenland sah es zunächst auch nach einer Niederlage aus. Mit 1:4 lag das Team zwischenzeitlich zurück, konnte jedoch dann eine gute Moral beweisen und erkämpfte sich ein 4:4. Brasilien war jedoch eine Nummer zu groß. Gegen den WM-Bronzemedaillengewinner gab es eine starke Anfangsphase zu sehen. Doch mit zunehmender Spielzeit setzte sich die Qualität der Brasilianerinnen durch.

Am Ende hieß es hier 2:8. Zum Abschluss trafen die deutschen Frauen in der Gruppe auf Dänemark. Oftmals sind die Spiele gegen die Däninnen eng, jedoch setzte sich das Team von Trainer Thomas Prokein diesmal deutlich mit 7:3 durch. Damit belegte das Team zwar nur Rang vier in der Gruppe, war aber in großen Teilen zufrieden. Im Spiel um Platz sieben ging es dann gegen Finnland, bei dem sich das Team lange schwer tat. Ein 1:2-Rückstand konnte jedoch noch zu einem 6:2-Erfolg gedreht werden. Somit stand am Ende der siebte Platz zu Buche.