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Lokalsport „Glaube und Überzeugung sind zurück“
Sport Lokalsport „Glaube und Überzeugung sind zurück“
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19:17 17.04.2019
Stadtallendorfs Laurin Vogt (links, gegen den Wormser Tevin Erich Ihrig) verletzte sich zwar im letzten Heimspiel am Kopf, ist für die Partie gegen Homburg aber wieder fit. Quelle: Thorsten Richter
Stadtallendorf

„Der liebe Gott hat uns endlich mal belohnt“, sagt Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja im Rückblick auf den 2:1-Erfolg gegen Wormatia Worms, der bis dato wohl den wichtigen „Dreier“ darstellt.

„Jetzt ist wieder alles drin“, sagte Siegtorschütze André Fließ erleichtert, während Mitspieler Arne Schütze bereits erwartungsfroh nach vorne blickte: „Gegen Homburg wird es auch ein schweres Spiel. Aber wir sind heiß.“ Und dies nicht ohne Grund, denn die Ausgangssituation hat sich im Vergleich zum vergangenen Samstag noch mal ein wenig verbessert.

Vogt kann wieder spielen

Zehn Punkte Rückstand hatte die Eintracht mit einem 0:1-Rückstand gegen Worms kurz vor Abpfiff auf Platz 14, der zu diesem Zeitpunkt noch ein Abstiegsplatz war. Wenige Minuten später waren es nur noch vier Zähler Rückstand. Nach dem Sieg der SG Sonnenhof Großaspach am Montagabend gegen den TSV 1860 München sind es zwar immer noch vier Punkte Rückstand auf Rang 14 – doch der würde aufgrund der derzeitigen Konstellation in der 3. Liga sogar zum Klassenerhalt in der Südwest-Staffel reichen.

„Dieses Spiel hat viel Kraft und viele Emotionen gekostet, andererseits sind Glaube und Überzeugung zurück“, sagt Sicaja, der sich noch immer mit einer hartnäckigen Erkältung herumplagt und der seinen Schützlingen nach dem Worms-Spiel zwei Tage frei gab, um wieder frische Kräfte zu sammeln.

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Nicht nur Laurin Vogt dürfte dies gut getan haben. Der Flügelstürmer hatte sich gegen die Wormaten eine Platzwunde am Kopf zugezogen, die ihn zwang, die Partie vorzeitig zu beenden.

Für das Gastspiel am Samstag, 13. April, im Homburger Waldstadion ist der 26-Jährige aber wieder einsatzbereit – genauso wie Amar Zildzovic und Tomislav Baltic, die ihre Gelb-Sperren abgesessen haben.

„Das sind zwei wichtige Spieler“, freut sich Sicaja über die Rückkehr des Defensivduos. Betrachtet man lediglich die vergangenen drei Ergebnisse, so kann die Eintracht mit reichlich Rückenwind in die Partie beim ehemaligen Bundes- und Zweitligisten gehen. Nur Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim und der Tabellenfünfte SSV Ulm (jeweils drei Siege in Folge) waren seither erfolgreicher.

Für Homburg „geht die Welt nicht unter“

Dass die Homburger zuletzt zweimal (0:3 gegen 1. FC Saarbrücken, 0:0 gegen SC Freiburg II) nur einen Punkt holten, soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Team von Trainer Jürgen Luginger eine bärenstarke (Rest-)Runde spielt. Die ersten sechs Begegnungen nach der Winterpause gewannen die Saarländer allesamt.

„Für uns geht nun die Welt nicht unter, weil wir mal ein Spiel verloren haben“, beschwichtigt Homburgs Sportlicher Leiter Michael Berndt, der trotz der tabellarisch klaren Ausgangslage „kein einfaches Spiel“ erwartet, denn: „Die Stadtallendorfer sind unangenehm zu bespielen“, erinnert sich der 40-Jährige an das 0:0 im Hinspiel. „Sie verteidigen gut und gehen aggressiv zu Werke“, warnt Berndt.

Eintracht gegen beste Defensive der Liga

Für die bereits nach dem Abschlusstraining am Freitag anreisende Eintracht dürfte es allerdings auch kein leichter Gang werden. Mit nur 24 Gegentoren in 28 Spielen stellt der FCH die beste Defensive. Nach Saarbrücken und Ulm ist Homburg die beste Heimelf der Liga.

„Das ist eine sehr abgeklärte Mannschaft, deren Trainer auf Sicherheit setzt“, weiß Sicaja über den alles andere als typischen Aufsteiger, der sich in der kommenden Spielzeit den Aufstieg in die 3. Liga als Ziel gesetzt hat und diese Runde „im oberen Tabellendrittel“ (Berndt) abschließen will. „Bis dahin wollen wir uns als Mannschaft weiterentwickeln“, sagt Berndt.

Vorsicht vor Homburger Trio

Während beim Tabellendritten Mittelfeldspieler Patrick Lienhard (Bruch der Innenknöchelspitze) ausfällt, muss Sicaja nur auf Mittelstürmer Felix Nolte (Gelb-Sperre) verzichten. Apropos Personal: Vorsicht ist aufseiten der Saarländer nicht nur vor dem Sturmduo Patrick Dulleck (10 Tore) und Christopher Theisen geboten (9) – wenngleich Sicaja weiß: „Die können jedem Gegner weh tun.“

In Alexander Hahn verfügt Luginger auch über einen treffsicheren Innenverteidiger, der als guter Elfmeterschütze gilt und bei ruhenden Bällen für Gefahr sorgt. Hahn hat bereits zehn Treffer auf seinem Konto.

von Marcello Di Cicco